Huete: Klöster, Museen und römische Bergwerke

File:Silo de Huete 02.jpg File:Silo de Huete 02.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Baugeschichte und barocke Architektur

Huete erschließt sich über markante Bauwerke und Sammlungen, deren Hintergründe bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Das Monasterio de la Merced de Huete hat dokumentierte Ursprünge im 13. Jahrhundert; der heute sichtbare Komplex wurde hauptsächlich im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Als barocker Komplex besitzt es zwei Kreuzgänge aus unterschiedlichen Bauphasen. So treffen an einem Ort mehrere klar benennbare Abschnitte der Baugeschichte aufeinander.

Kunst, Fotografie und lokales Leben

Das Museo de Arte Contemporáneo Florencio de la Fuente zeigt Gemälde, Skulpturen und grafische Werke bedeutender zeitgenössischer spanischer Künstler. Sein Schwerpunkt liegt auf Kunstschaffenden, die mit den Avantgarden und der künstlerischen Erneuerung des 20. Jahrhunderts verbunden sind. Das Museum veranstaltet außerdem Wechselausstellungen, kulturelle Aktivitäten und Bildungsangebote. Das Museo de la Fotografía – Fundación Antonio Pérez verbindet ebenfalls Wechselausstellungen und Bildungsangebote mit audiovisuellen Vorführungen sowie Begegnungen mit Künstlern.

Im historischen Ortskern präsentiert das Museo Etnográfico de Huete eine Sammlung zu Landwirtschaft, Viehzucht, handwerklichen Berufen und dem traditionellen häuslichen Leben. Das historische Ensemble von Huete ist frei und kostenlos zugänglich; das Ayuntamiento bietet geführte Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes an. Eine weitere kulturelle Station ist das Centro de Interpretación de las Fiestas de San Juan Evangelista. Dort zeigen Exponate Ursprung, Entwicklung und Bedeutung des mit diesen Festen verbundenen Kulturerbes. Das Zentrum befindet sich in den ehemaligen Emporen einer Kirche in Huete.

Türme, Mauern und unterirdische Spuren

Der heutige Torre del Reloj wurde von Fernando López, einem Architekten aus Cuenca, entworfen. Der Turm verbindet akademische Elemente mit einer konkav-konvexen Struktur des Spätbarocks. Vom ehemaligen Monasterio de Santo Domingo de Guzmán de Huete ist heute nur noch die Kirche erhalten. Das Castillo de Luna ist eine alte Alcazaba, die auf einer römischen Befestigung errichtet wurde. In Huete sind außerdem Abschnitte der Stadtmauer erhalten, deren Bau in der andalusischen Zeit begann. Unter den Überresten der Iglesia de San Pedro verläuft eine unterirdische gotische Straße.

Bergwerke und kulturelle Veranstaltungsorte

Die Cuevas de Sanabrio in Saceda del Río (Huete) sind eine besuchbare repräsentative Anlage römischer Bergwerke für Lapis specularis und bieten geführte Besichtigungen an. In den Cuevas del Sanabrio können Besucher antike römische Stollen betreten und erfahren, wie der Kristall gewonnen wurde. Der Apsidenbereich von Nuestra Señora de Atienza dient heute als Veranstaltungsort für Konzerte und andere kulturelle Aktivitäten.

Für eine gebündelte historische Erkundung umfasst eine Monumentalbesichtigung von Huete das Monasterio de La Merced, den Apsidenbereich von Santa María de Atienza, die Iglesia de Santo Domingo, das Convento de Jesús y María und die Cripta de Atienza. Ergänzend verläuft der Paseo por la Vega del Borbotón an Familiengärten im Tal des Borbotón entlang. Diese Gärten versorgten Huete traditionell mit Obst und Gemüse.

Zum Ortsraum Huete gehört auch Caracenilla.

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