Caracenilla zwischen Kirchen, Römerbrücke und Río-Mayor-Tal
File:Ermita Inmaculada Concepción Caracenilla.jpg
Foto: Mr. Tickle via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kirchen, Brücke und Ortsgeschichte
Caracenilla verbindet Sakralbauten und Brückengeschichte mit dem Landschaftsraum des Río Mayor. In der Ermita de La Concepción wurde am 4. Mai 1800 der erste Stein gelegt. Die Kapelle wurde 1802 eingeweiht, die Einweihungsfeierlichkeiten fanden am 2. und 3. Oktober 1802 statt. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; dazu kommen eine überwölbte Vierung und paarweise angeordnete ionische Pilaster. Von der Ermita de La Concepción bietet sich ein Blick über das gesamte Tal des Río Mayor.
Die Pfarrkirche San José y Santo Domingo de Silos ist ein neoklassizistischer Bau des 18. Jahrhunderts mit drei Schiffen und einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Zwischen dem Querhaus und dem Presbyterium befindet sich eine Sammlung von achtzehn Gemälden. Außerdem bewahrt die Kirche ein Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert, das aus einer früheren Kirche stammt. Zur religiösen Tradition Caracenillas gehören Patronatsfeste zu Ehren des Santo Cristo de la Luz.
Die Puente Romano de Caracenilla ist römischen Ursprungs und besitzt einen einzigen halbkreisförmigen Bogen aus bearbeitetem Quaderstein. Eine sorgfältige Restaurierung hat nahezu ihre gesamte Struktur wiederhergestellt. Damit steht an der Brücke sowohl die antike Herkunft als auch die spätere Erhaltung des Bauwerks im Mittelpunkt.
Landschaft am Río Mayor
Der Cerro del Otero bei Caracenilla ist ein durch Erosion entstandener, isolierter typischer Zeugenberg in der Ebene des Beckens von Loranca. Er liegt am rechten Ufer des Río Mayor und ist von Caracenilla aus sichtbar. Am Cerro del Otero sind Sedimentschichten aus dem Miozän sichtbar. Die Landschaft lässt sich dadurch zugleich als Flussraum und als geologisch geprägte Ebene lesen.
Historische Spuren und traditionelle Bauweise
In der verlassenen Siedlung Uterviejo sind in Caracenilla die sichtbaren Ruinen einer romanischen Basilika aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Bei Caracenilla liegen außerdem am Cerro Cabeza Marina die steilen, in Sandstein gehauenen Cuevecillas de los Moros. Ihre Höhlen sind durch eine Reihe von Gängen miteinander verbunden. Zur traditionellen Bauweise des Ortes gehören Lehmziegel aus Stroh und Lehm, die für Trennwände verwendet wurden.
Wege, BTT und regionale Aktivitäten
Rund um Caracenilla gibt es mehrere Wege für BTT und Wanderungen. Die Route GR-69 Circular de Huete führt auf ihrer Strecke durch Caracenilla. Sie folgt teilweise Viehtriften und traditionellen Wegen und meidet dabei möglichst die Landstraßen. Eine weitere Verbindung bildet die Route Los Valles del Río Mayor y Guadamejud, die zu einem Meilenstein in Caracenilla führt. Zu den Orten, von denen aus die parallel zum Tal des Río Mayor verlaufenden Altos de Cabrejas über die CM-2019 am einfachsten erreichbar sind, gehört Caracenilla.
Paragliding und Abenteueraktivitäten gehören zum regionalen Tourismusangebot in Caracenilla. Im Ort gibt es außerdem eine Paragliding-Schule.
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