Campillo de Altobuey: Kirchen, Pilgerweg und La Manchuela
Zwischen Pilgerweg und La Manchuela
Campillo de Altobuey gehört zu La Manchuela, einer Region mit welligem Relief, Anbauflächen, Weinbergen und kleinen Wasserläufen, die in Richtung des Tals des Río Cabriel fließen. Einen klaren Bezug zum Pilgerwandern bildet der Camino de la Lana: Zu ihm gehört die Etappe ES13a-10a von Villarta nach Campillo de Altobuey mit einer Länge von 29,810 Kilometern.
Zum Natur- und Landschaftsbezug gehört der Pinar de San Isidro. Er wird von der Gemeinde als Gebiet von natürlichem und landschaftlichem Interesse ausgewiesen.
Sakrale Bauwerke mit mehreren Zeitschichten
Das Santuario de la Virgen de la Loma ist ein als Bien de Interés Cultural geschütztes Denkmal aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Es wurde als Hospiz für Pilger und Bedürftige errichtet. Der barocke Innenraum besitzt einen einschiffigen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und vier Seitenkapellen. Die Patronatsfeste zu Ehren der Virgen de la Loma werden vom 7. September bis zum 14. September gefeiert.
Die Ermita de la Trinidad trägt auch den Namen Padre Eterno und stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Ihre Renaissance-Kassettendecke besitzt Malereien von Hernando de Mayorga. Zusammen mit der Ermita de San Roque zählt sie zu den in Campillo de Altobuey erhaltenen Einsiedeleien, die mehr als vier Jahrhunderte alt sind. Die Ermita de la Trinidad ist zeitgleich mit der Pfarrkirche und der Ermita de Santa Ana.
Die Ermita del Cristo ist eine schlichte barocke Kapelle. Zu ihren markanten Merkmalen zählen das Portal und der Innenaltar. Das ehemalige Hospital neben der Ermita del Cristo beherbergt heute die Casa de Cultura.
Die Pfarrkirche San Andrés besitzt reiche Wandmalereien und einen schlanken Turm. Der Ursprung der Ermita de San Roque lässt sich auf den Beginn des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen. Auf ihrem Hauptaltar sind zwei Keramiktafeln des Künstlers Manuel Rivas Alarcón zu sehen.
Museum, Bräuche und lokale Geschmäcker
Das Museo histórico y etnológico de Campillo de Altobuey ist in fünf thematische Säle gegliedert. Es behandelt das frühere Leben in der Umgebung, Traditionen sowie das künstlerische, kulturelle und landschaftliche Erbe. Das Museum zeigt außerdem Überreste der iberischen Fundstätte von Santa Quiteria und römische Grabstelen.
In Campillo trägt die Dulzaina den Namen „Pita“ und wird von einer Trommel begleitet. Bei der Feier zu San Antón ziehen Musiker mit dieser Musik durch die Straßen und begleiten den Heiligen in der Prozession. Die Augustiner von Campillo stellten im Hospiz mehrere Geschmacksvarianten des Likörs Resoli für medizinische und gesellige Zwecke her.
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