Tobarra: Trommeltradition, Kirchen und Lagune
Kultur
Während der Karwoche wird in Tobarra 104 Stunden lang ununterbrochen getrommelt – vom Mittwochnachmittag bis in die frühen Morgenstunden des Auferstehungssonntags. Die Tamborada von Tobarra ist ein gemeinschaftliches Ritual, das auf den Straßen der Stadt stattfindet und von Familie zu Familie weitergegeben wird. Als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist sie von der UNESCO anerkannt.
Das Monumento al Tambor ist eine fünf Meter hohe Skulptur des örtlichen Kunsthandwerkers Jesús Damián Jiménez Ramírez und gilt als Symbol der Trommeltradition von Tobarra. Zu den Festen gehören Novenen zu Ehren des Heiligen sowie traditionelle Versteigerungen und „carretillas“ in der Calle de La Parra. Am ersten Sonntag der Feste findet dort außerdem ein Kunsthandwerksmarkt mit vielfältigem Kunsthandwerk und gastronomischen Produkten aus der Provinz Albacete statt.
Sakralbauten
Auf dem Cerro de la Encarnación steht das Santuario del Cristo de la Antigua y Virgen de la Encarnación neben den Überresten der früheren arabischen Burg von Tobarra. Das Heiligtum wurde 1981 zum Nationalen historisch-künstlerischen Denkmal erklärt und vereint Mudéjar-, gotische, barocke und Rokoko-Elemente. Im Inneren befinden sich eine Mudéjar-Holzdecke und Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert.
Das Santuario ist ganzjährig für den Gottesdienst geöffnet; die Zeiten variieren je nach Jahreszeit, und freitagvormittags wird die Eucharistie gefeiert. Die Iglesia de la Asunción de Tobarra wurde zwischen 1546 und 1616 erbaut und verbindet gotische und Renaissance-Stilelemente. Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción besitzt ein einschiffiges Langhaus, das in drei Abschnitte gegliedert ist, je zwei Kapellen an beiden Seiten sowie eine fünfseitige Apsis. In ihr befinden sich eine Dolorosa von Salzillo und ein bewegliches Bildnis von Nuestro Padre Jesús Nazareno.
Geschichte
Das Museo del Tambor y de la Semana Santa befindet sich in der ehemaligen Iglesia de la Purísima, einer Kirche aus dem 17. Jahrhundert, in Tobarra. Das Museum erklärt das handwerkliche Verfahren zur Herstellung der Trommeln von Tobarra; diese Tradition wird von Generation zu Generation lebendig gehalten.
Die Burg von Tobarra, islamischen Ursprungs, war Teil des mittelalterlichen Verteidigungssystems zum Schutz von Wegen und Siedlungen. El Castellar de Sierra ist eine hispanomuslimische Ausgrabungsstätte zwischen den Weilern Sierra und Cordovilla im Gebiet von Tobarra. Die Burg beziehungsweise Festung stammt ungefähr aus dem 11. Jahrhundert; erhaltene monumentale Strukturen sind noch vorhanden.
Das Felsheiligtum Eremitorio rupestre de Albojarico ist ein Kulturerbe im Gebiet von Tobarra. Sein Ursprung ist ungeklärt; möglich sind mozarabische Felskirchen oder ein Zufluchtsort für Hirten und Vieh.
Natur
Die Laguna de Alboraj ist ein geschütztes Karstfeuchtgebiet im Gemeindegebiet von Tobarra und wurde im Jahr 2000 als Mikrorreservat ausgewiesen. Sie gilt als hervorragender Ort zur Beobachtung von Wildtieren. Das Feuchtgebiet beherbergt spezialisierte Pflanzengemeinschaften, darunter eine bedeutende Population der als gefährdet eingestuften Pflanze Helicantherrium polygonoides.
Kulinarik
Das Restaurant Frontera in Tobarra ist auf traditionelle manchegische Küche spezialisiert und verwendet vielfach Produkte aus der näheren Umgebung, darunter schwarze Trüffel, die von den Betreibern selbst angebaut werden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Albacete.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel:
