Sierra zwischen El Castellar und Huerta serrana
El Castellar: Festung und mittelalterliches Ensemble
El Castellar ist eine hispano-muslimische Festung in Sierra. Als Wachturm diente sie zugleich als Verbindung zwischen den umliegenden Burgen. Die Anlage stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zwischen den Ortsteilen Sierra und Cordovilla von Tobarra liegen die Überreste des bedeutenden mittelalterlichen Ensembles El Castellar. Trotz seines ruinösen Zustands sind dort noch zahlreiche Bauwerke erhalten. Auf einem Hügel steht ein alter Turm; vom Komplex El Castellar de Sierra sind zwei Türme erhalten.
Von El Castellar aus bieten sich Ausblicke auf die umliegenden Landschaften, darunter den archäologischen Park Tolmo de Minateda. Vom Wachturm reicht der Blick über die Saladares de Cordovilla und über die Landschaften, die diese Gegend mit Murcia verbinden. Dadurch treten die erhaltenen Bauteile nicht isoliert auf, sondern stehen in Beziehung zu den Landschaftsräumen rund um Sierra und Cordovilla.
Geschichte und Schutz von El Castellar
El Castellar wurde 1243 in die Krone von Kastilien eingegliedert. Im Jahr 1268 erwarb der Rat von Alcaraz die Anlage. El Castellar gehört zum mittelalterlichen Erbe der Provinz und bildet ein repräsentatives Ensemble dieser Epoche. Zugleich steht die Festung unter dem Schutz der allgemeinen Schutzerklärung nach dem Dekret vom 22. April 1949 sowie nach dem Gesetz 16/1985 über das spanische historische Erbe. Die Verbindung aus erhaltenen Türmen, mittelalterlicher Einordnung und ruinösem Zustand eröffnet zwei Betrachtungsebenen: die sichtbare Baugeschichte und die Spuren ihrer späteren Überlieferung.
Quelle, Huerta und Landschaft
Zwischen Sierra und Tobarra befindet sich eine natürliche Felsspalte mit einer Quelle, die Sierra del Molino oder La Raja heißt. Ihr Wasser wurde für eine Getreidemühle kanalisiert. Die Quelle von Sierra del Molino beziehungsweise La Raja bildet den Ursprung der Huerta serrana. Diese Huerta serrana liegt am Arroyo de Tobarra, der sie auf dem Weg zum Tolmo de Minateda durchquert. So verbinden sich Felsspalte, Wasserlauf, Kulturlandschaft und archäologischer Park zu unterschiedlichen landschaftlichen Bezugspunkten rund um Sierra.
Tradition, Pfarrkirche und Küche
In Sierra finden die Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Francisco Javier am 3. Dezember statt. Auch die Pfarrkirche San Francisco Javier gehört zu diesem religiösen Bezug: Der erste amigonianische Ordensmann in Sierra wurde am 4. Juni 1944 zu ihrem Pfarrer ernannt. Eine kulinarische Besonderheit des Ortes ist Ajo de matazón, das zu den traditionellen Speisen von Sierra gehört. Festtag, Pfarrkirche und lokale Küche geben dem Ort neben seinen historischen Bauwerken weitere konkrete Anknüpfungspunkte.
Ruta de los Molinos und der Turm
Die Ruta de los Molinos führt nach Sierra und steigt zum Turm von El Castellar hinauf. Für den 4. Oktober 2015 ist sie als 14 Kilometer lange lineare Route mit 212 Höhenmetern ausgewiesen; für diese Route werden eine geringe Schwierigkeit und eine Dauer von fünf Stunden angegeben. Die Strecke stellt damit eine Verbindung zwischen Sierra, dem Aufstieg zum Turm und den Landschaften am Weg her. Für die Etappenplanung stehen eine klar benannte Länge, der Höhenunterschied, die ausgewiesene Schwierigkeit und die angegebene Dauer gemeinsam zur Verfügung.
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