Chinchilla de Monte-Aragón: Mittelalter, Keramik und Theater
File:Chinchilla de Monte-Aragón (8201157172).jpg
Foto: jacilluch via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Historisches Chinchilla und seine Feste
Chinchilla de Monte-Aragón bewahrt einen historischen Komplex mit mittelalterlichem Stadtgrundriss, Klöstern, Kirchen, Palästen und in den Fels gehauenen Höhlenwohnungen. Zur kulturellen Prägung des Ortes gehören außerdem das Festival de Teatro Clásico Ciudad de Chinchilla, das jedes Jahr im Juli stattfindet, und die Semana Santa von Chinchilla. Die Karwoche ist als Fiesta de Interés Turístico Regional anerkannt und seit 1586 dokumentiert.
Ein markanter Bezugspunkt ist das Castillo de Chinchilla de Montearagón. Die Burg wurde größtenteils im 15. Jahrhundert von Juan Pacheco, dem Marqués de Villena, errichtet. Ihr Grundriss ist polygonal; entlang der Mauern stehen dreizehn halbzylindrische Türme. Das Castillo de Chinchilla de Montearagón ist ein Denkmal in kommunalem Besitz und besichtigbar.
Bauwerke zwischen Gotik-Mudéjar und Renaissance
Die Iglesia de Santa María del Salvador zeigt ein barockes Inneres. Ihre stilistische Entwicklung reicht von der Gotik-Mudéjar bis zum Neoklassizismus des 18. Jahrhunderts. Ältere Spuren bewahren die Baños Árabes: Die Anlage geht auf die Zeit zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert zurück. Erhalten sind zwei parallele Räume mit Tonnengewölben sowie ein schmalerer Raum, der senkrecht zu ihnen verläuft. Sternförmige Oberlichter und Becken im südlichen Raum gehören ebenfalls zu den überlieferten Merkmalen.
In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ließen sich Dominikaner in Chinchilla nieder und gründeten das heute als Convento de Santo Domingo bekannte Kloster, das ursprünglich Convento de San Juan genannt wurde. Der Claustro Mudéjar des Convento de Santo Domingo ist im Stil der Gotik-Mudéjar in zwei Baukörper gegliedert. Ziegelspitzbögen aus dem 14. Jahrhundert stehen dabei neben Segmentbögen aus dem 15. Jahrhundert. Die Puerta Herrada gilt als wichtigstes mittelalterliches Stadttor; sie besaß zwei Türme und führte auf den Platz.
Las Tercias ist ein Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Calle Virgen de las Nieves. Das Erdgeschoss besitzt eine gewölbte Decke und diente als Lager für den Zehnten. Im Silo de los Pacheco befindet sich derzeit die Oficina de Turismo von Chinchilla. Das Gebäude aus Haustein wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts von den Steinmetzen Pedro de Castañeda und Diego Hernández begonnen. Im Erdgeschoss befinden sich mehrere Tonnengewölbe.
Keramik, Sakralkunst und markante Ortsdetails
Das Museo de Cerámica Nacional repräsentiert 576 spanische Töpfereien, darunter insbesondere Werkstätten aus Chinchilla. Das Museum beherbergt etwa 2.000 Stücke, die seit 1973 gesammelt wurden. Das Museo Parroquial gilt als Museum für sakrale Kunst in der ehemaligen Sakristei der Pfarrkirche. Besuche sind montags, dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags jeweils eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach der Messe möglich; telefonisch können sie unter 967260039 vereinbart werden.
Der sogenannte Portillo del „Agujero“ befindet sich bei den heutigen Cuevas gleichen Namens. Chinchilla ist Teil des Camino de Santiago del Levante, auf der Etappe zwischen Higueruela und Albacete.
Weitere Orte: Casas De Abajo, Povedilla, La Felipa, Mahora, El Sahuco, San Pedro, Fuente-Alamo, Elche De La Sierra
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Albacete.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
