Hoya-Gonzalo: Archäologie zwischen Mancha-Ebene und Sierra

File:Visita institucional al municipio albaceteño de Hoya-Gonzalo (29734936187).jpg File:Visita institucional al municipio albaceteño de Hoya-Gonzalo (29734936187).jpg Foto: Emiliano García-Page Sánchez from Toledo, España via Source, CC BY-SA 2.0

Landschaft zwischen Ebene und Sierra

Hoya-Gonzalo liegt in einer Übergangslandschaft zwischen der Mancha-Ebene und den ersten Ausläufern der Sierra. Getreidefelder, Olivenhaine und sanfte Hügel geben dem Gemeindegebiet sein Landschaftsbild. In Hoya-Gonzalo verbinden sich ländliche Formen mit historischen Spuren: Eine Windmühle, eine Renaissancekirche, archäologische Fundplätze, Cucos aus Trockenstein und ein Pilgerweg stehen für unterschiedliche Zeiten und Nutzungen. Wer Spanien jenseits austauschbarer Ortsbilder kennenlernen möchte, findet hier konkrete Themen zwischen Landschaft, Kulturgeschichte und religiöser Wegtradition. Kulturinteressierte können diese Themen getrennt verfolgen: Die Nekropole verweist auf die iberische Vergangenheit, die Kirche auf die Renaissance, und Mühle sowie Cucos zeigen ländliche Bau- und Arbeitsformen.

Los Villares und Camino de la Cruz

Das Yacimiento Arqueológico de Los Villares ist als Bien de Interés Cultural geschützt. Zu den Funden von Los Villares gehört eine 1,8 Meter hohe Skulptur eines Kriegers zu Pferd. Die iberische Nekropole von Los Villares umfasst eine Fläche von 0,5 Hektar und datiert vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. Geschützter Fundplatz, Nekropole und figürliches Fundstück verbinden sich hier zu einem klaren archäologischen Schwerpunkt.

Die iberische Nekropole Camino de la Cruz liegt im Gemeindegebiet von Hoya-Gonzalo neben kleinen Lagerhäusern links des Ortes. Sie enthält einfache Gräber mit eingeäscherten Verstorbenen, Urnen und Grabbeigaben. Das Museo Etnológico Camino de la Cruz zeigt Objekte aus der Zeit vom 7. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören Haushaltsgegenstände und landwirtschaftliche Geräte. Die Sammlung richtet den Blick damit auf Haushalt und Landwirtschaft. Der zeitliche Bogen reicht damit von frühen historischen Epochen bis in die jüngere Alltags- und Arbeitsgeschichte.

Windmühle, Kirche und Trockenstein

Der Molino de Viento de Hoya Gonzalo wurde zwischen 1320 und 1340 zum Mahlen von Weizen errichtet. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de los Remedios ist ein Renaissancebau vom Ende des 16. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts. Ergänzt wird diese Baugeschichte durch mehr als 40 Cucos und Hütten aus Trockenstein im Gemeindegebiet von Hoya-Gonzalo. So stehen eine konkrete landwirtschaftliche Funktion, sakrale Architektur und ländliche Trockensteinbauten als getrennte, gut erkennbare Themen nebeneinander.

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Pilgerweg und religiöse Tradition

Der Pilgerweg führt über die Calle Larga und die Calle de la Iglesia nach Hoya-Gonzalo; markiert ist er mit Keramiken mit Jakobsmuschelmotiv. Für die Orientierung verbindet der Weg damit zwei konkret benannte Straßen mit einem klar erkennbaren Zeichen. Auch der Gemeindekalender ist mit einem religiösen Bezug verbunden: Der Juni ist mit einer Wallfahrt zu Ehren der Virgen de Fátima verbunden. Auf der Etappe ist Hoya-Gonzalo als Halt mit einer kommunalen Pilgerherberge verbunden.

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