Bárcena de Cicero: Feuchtgebiete, Kirchen und Paläste
Unterkünfte in Bárcena De Cicero
Feuchtgebiete zwischen den Rías de Ano und de Treto
Bárcena de Cicero verbindet eine ausgeprägte Marschlandschaft mit Kirchen, Brücken und historischen Adelssitzen. Ein Teil des geschützten Feuchtgebiets Marismas de Santoña, Victoria y Joyel liegt im Gemeindegebiet zwischen den Rías de Ano und de Treto. Die flachen Gewässerböden verbinden Brackwasser und Niederschlagswasser und geben vielfältigem pflanzlichem und tierischem Leben Raum. So beginnt die Erkundung bei einem Landschaftsraum, dessen Wasserflächen und Uferstrukturen den Charakter des Ortes prägen.
Im Schutzgebiet wurden während der größten Konzentration Ende Dezember und Anfang Januar 10.000 bis 20.000 Vögel aus 50 verschiedenen Arten gezählt. Die Marisma de la Saca an der Straße zwischen Cicero und Santoña ist durch zahlreiche abgestorbene Bäume mit aus dem Wasser ragenden Stämmen geprägt. Sie dient mehreren Dutzend Seidenreihern als wichtigster Schlafplatz innerhalb des Reservats. Bei Ebbe ist der Playón de Cicero die größte trockenfallende Fläche der Flussmündung; dort gibt es intensive Sammelaktivität von Schalentieren, insbesondere von feinen Venusmuscheln und rauen Schwertmuscheln.
Küstenblicke und Wege durch die Landschaft
Für den Überblick über diese Küstenlandschaft liegt in Cicero der Mirador de las Marismas, ein Aussichtspunkt mit außergewöhnlichem Blick über die Küste. Einen anderen Akzent bietet die Ruta de Vidular: Nach dem Verlassen des Waldes eröffnet sie Ausblicke über das Tal und bei klarem Wetter auf das Meer. Marschen, Wasserläufe, Wald und Weite erscheinen dabei als unterschiedliche Facetten des Gemeindegebiets.
Kirchen und barocke Ensembles
Die Kirche Santa María de Bárcena de Cicero wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begonnen. Sie besitzt drei Schiffe mit Kreuzrippengewölben und beherbergt ein churriguereskes Retabel aus der Zeit um 1710. In Cicero steht außerdem die Kirche San Pelayo, ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert mit kreuzförmigem Grundriss und Kreuzrippengewölbe. Ihr Retabel ist auf das Jahr 1633 datiert und stammt von Rodrigo de Los Corrales.
Historische Architektur begegnet Ihnen auch jenseits der Kirchen. Die Puente de Treto ist eine 1901 von der Firma Eiffel errichtete Metallbrücke über die Ría de Treto; sie verbindet Adal und Colindres. Im oberen Teil von Adal, im Barrio de la Maza, liegt der Palacio y Capilla de Alvarado, ein geschütztes barockes Ensemble aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
In Gama ist der Palacio de la Colina als Bien de Interés Cultural geschützt. Der Barockpalast des 18. Jahrhunderts wurde 1759 von Don Juan Antonio de la Colina y Rasines in Auftrag gegeben. Zum kulturellen Bild von Gama gehört auch der Palacio y Capilla de Rugama im Ortsteil Gama. Der repräsentative barocke Herrensitz umfasst ein Portal, einen wappengeschmückten Turm, ein angebautes Herrenhaus und eine Pantheonkapelle.
In Ambrosero befindet sich ein Rokoko-Hochaltar aus dem Jahr 1770 von Cosme de Vierna und Manuel Ortiz de Palacio. Im Barrio de la Madama in Ambrosero liegen außerdem die Überreste einer früheren Residenz; der betreffende historische Ort wird mit einem Aufenthalt ab 1584 in Verbindung gebracht.
Weitere Orte im Gemeindegebiet: Gama Bárcena Cicero.
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