Tahíche: César Manrique und Vulkanlandschaft

File:Teguise Tahiche - LZ-34-Calle Jorge Luis Borges - Fundación César Manrique-Montaña de Maneje 01 ies.jpg File:Teguise Tahiche - LZ-34-Calle Jorge Luis Borges - Fundación César Manrique-Montaña de Maneje 01 ies.jpg Foto: Frank Vincentz via Source, CC BY-SA 3.0

Tahíche verbindet das ehemalige Wohnhaus César Manriques mit einer Vulkanlandschaft, deren Spuren im Ort und in seiner näheren Umgebung sichtbar sind. Der heutige Sitz der Fundación César Manrique befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers in Taro de Tahíche. César Manrique lebte von 1968 bis 1988 in dem Haus in Tahíche. Damit treffen an einem Ort seine persönliche Lebensgeschichte, die Architektur des Hauses und die vulkanische Umgebung aufeinander. Die Verbindung von Wohnräumen und Lavagestein prägt den besonderen Charakter dieses Ortes.

Kultur

Taro de Tahiche weist bedeutende historische, architektonische und künstlerische Werte auf und ist ein einzigartiges Zeugnis der Kultur Lanzarotes. Im Untergeschoss des Hauses ist die Anlage um fünf natürliche vulkanische Blasen angelegt. Durch in die Lava gegrabene Tunnel sind diese Blasen miteinander verbunden. Die Räume liegen damit nicht nur in einem ehemaligen Wohnhaus, sondern unmittelbar in einer Struktur aus vulkanischem Material. Historische, architektonische und künstlerische Werte treffen hier auf die natürliche Form der Lava; Wohnhaus, Blasen und Tunnel gehören zu demselben Ort.

Zu den ersten Arbeiten von César Manrique gehört Los Aljibes. Los Aljibes de Tahiche wird heute als Kulturstätte für verschiedene Ausstellungen genutzt. Zur Kulturstätte gehört außerdem ein Restaurant, das auf gegrilltes Fleisch spezialisiert ist. Frühe Arbeit des Künstlers, wechselnde Ausstellungen und das gastronomische Angebot stehen an diesem Ort in einem gemeinsamen räumlichen Zusammenhang, ohne dieselbe Funktion zu haben. So verbindet Los Aljibes künstlerische Geschichte, aktuelle Kultur und ein klar umrissenes gastronomisches Angebot.

Unterwegs

Die Route Los Valles–Tahíche ist ein 14,3 Kilometer langer Spazierweg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad und dauert etwa fünf Stunden. Sie endet in Tahíche und führt durch El Volcán und Montaña Ubique. Auf der Strecke liegt außerdem die Ermita de Santiago y Santa Ana, die zu den genannten Sehenswürdigkeiten der Route gehört. Landschaftliche Formen und ein religiöser Ort begleiten den Weg dabei als unterschiedliche Bestandteile derselben Verbindung nach Tahíche. Die Route führt damit Landschaft und Kultur in einem durchgehenden Weg zusammen.

Natur

In Tahíche liegt der Krater des gleichnamigen Vulkans. Am Fuß dieses Berges sind verschiedene Erdschichten sichtbar, die eine ansprechende Geomorphologie und Texturen zeigen. Die Lavaströme der Ausbrüche von 1730 und 1736 verlaufen in der Nähe von Tahíche. Krater, Erdschichten und historische Lavaströme prägen somit verschiedene Ausschnitte der Landschaft: Sie reichen vom Vulkan im Ort bis in das nahe Umfeld. Die Landschaft zeigt dabei sowohl die Form des Kraters als auch die Spuren früherer Ausbrüche.

Festtradition

Am Ende des Juli findet in Tahíche zu Ehren von Santiago Apóstol und Santa Ana eine große Romería mit Opfergaben, Prozession und Messe statt. Die Feier verbindet die religiöse Widmung an die beiden Heiligen mit einer festlichen Veranstaltung im Ort. Opfergaben, der gemeinsame Zug und die Messe gehören zu den unterschiedlichen Elementen dieser Ende-Juli-Tradition. Die Romería bringt diese religiösen und gemeinschaftlichen Elemente in einer einzigen Feier zusammen.

Weitere Ziele sind Famara, Guatiza, Los Cocoteros, Teseguite, Sóo, Muñique, Caleta De Sebo und Oasis De Nazaret.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teguise.

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