Sóo: Natur, Wanderwege und Traditionen
File:Teguise, Mirador de las Nieves, view to Sóo.JPG
Foto: Dguendel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Sóo zeigt einen eigenständigen Charakter: Der Ort liegt im Parque Natural de Chinijo und zwischen dem Strand von La Santa im Westen und dem Strand von Famara im Osten. Von Soo aus bietet sich außerdem ein Panoramablick auf den Pico de la Vieja Andrea. Für Sie verbindet sich hier die Orientierung an Küste und Natur mit ländlichen Landschaften, Wanderwegen, Festtraditionen und archäologischen Spuren.
Landschaft zwischen Sand, Landwirtschaft und Vogelschutz
Besonders prägt El Jable das Landschaftsbild im ländlichen Umfeld von Soo. Die organogenen Sande bestehen aus zerkleinerten Muschelschalen, die von den Passatwinden transportiert werden. In diesem ländlichen Umfeld nähren sie traditionelle Kulturen wie Süßkartoffeln, Melonen und Wassermelonen. El Jable ist als mit dem ländlichen Umfeld von Soo verbundene Landschaft ein Vogelschutzgebiet, eine ZEPA, mit zahlreichen Steppenvögeln. El Jable verbindet die Naturbeobachtung zahlreicher Steppenvögel mit den traditionellen Kulturen im ländlichen Umfeld von Soo.
Wanderungen mit Start in Soo
Zwei Wanderungen beginnen im Dorf Soo. Der Camino Real de Soo a la Villa de Teguise ist ein 6,8 Kilometer langer Wanderweg mittlerer Schwierigkeit mit einer Gesamtzeit von 6 Stunden. Der Weg beginnt im Dorf Soo. Die sechs Stunden Gesamtzeit geben dem Camino Real de Soo einen klaren zeitlichen Rahmen für die Planung eines eigenen Wandertags vor Ort. Los Volcanes de Soo ist eine Rundwanderung, die ebenfalls im Dorf Soo beginnt.
Feste und historische Spuren
Das Fest zu Ehren von San Juan Evangelista bringt in Soo Einwohner und Besucher in einer von Gemeinschaft und Tradition geprägten Atmosphäre zusammen und hält örtliche Bräuche lebendig. Im Juni 2016 feierte Soo die San-Juan-Feste zwischen dem 10. und dem 26. Juni; am 23. Juni fand ab 21 Uhr das traditionelle Freudenfeuer statt.
Die Einsiedelei Ermita de San Juan Evangelista wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert errichtet; trotz späterer Veränderungen gilt sie weiterhin als eine der eigenwilligsten Einsiedeleien Lanzarotes. Die Montaña de Juan del Hierro besitzt eine Fundstelle mit prähistorischen Felsgravuren der Ureinwohner. Am Gipfel des Pico Colorado wurden in einem Schutzraum archäologische Schmuckstücke, ein kleiner Schatz aus Chalcedon, gefunden. An den Hängen des Pico Colorado sind Zisternen zur Sammlung von Oberflächenabfluss zu beobachten.
Regionale Traditionen und Naturerlebnisse
Zur Festtradition gehören auch traditionelle Truchas de Batata, die von den Einwohnerinnen von Soo handwerklich für das Fest zu Ehren von San Juan Evangelista zubereitet werden. Im Naturraum zwischen Famara und Guacimeta bieten lokale Unternehmen interpretative Routen, ornithologischen Tourismus und gastronomische Erlebnisse an, die mit der Landschaft verbunden sind.
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