Teror: Pilgerkultur, Altstadt und Natur
Unterkünfte in Teror
Teror zwischen Heiligtum, Markt und Natur
Teror auf Gran Canaria verbindet religiöse Geschichte, kanarisches Handwerk, gewachsene Ortsbilder und geschützte Landschaften. Für Ihre Orientierung informiert das städtische Fremdenverkehrsbüro über touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten der Gemeinde und organisiert nach vorheriger Anmeldung Besichtigungen des historischen Zentrums. Sonntags findet rund um die Basílica del Pino der Mercadillo de Teror statt, der auf eine rund zweihundertjährige Geschichte als einer der ältesten Straßenmärkte der Insel zurückblickt. In den Markt ist auf der Plaza del Pino auch El Rincón del Artesano integriert, ein Ort zur Förderung und zum Verkauf kanarischer Handwerkskunst, an dem hauptsächlich lokale Kunsthandwerker teilnehmen. Auf dem Ortsplatz wird ein Bocadillo mit Chorizo de Teror zusammen mit Wasser aus der Quelle empfohlen. Zum gastronomischen Angebot und Erbe Terors gehören außerdem Truchas, Anisbrote, Marzipane und Roscos der Zisterzienserinnen.
File:Cupola - Basílica de Nuestra Señora del Pino - Teror - Gran Canaria.jpg
Foto: H. Zell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Historisches Zentrum rund um die Basílica del Pino
Das historische Zentrum gliedert sich in das tiefer gelegene Barrio de Abajo mit den wichtigsten Monumenten und das höher gelegene Barrio de Arriba mit Panoramablicken. Die Calle Real de la Plaza ist die wichtigste Straße durch die Altstadt und verläuft vom Muro Nuevo bis zur Plaza del Pino. Bei einem Rundgang lassen sich religiöse Bauwerke und Herrenhäuser entdecken, die im Umfeld des Heiligtums der Virgen del Pino entstanden sind. Das historische Zentrum rund um die Basílica del Pino wurde im April 1979 zum historischen Kunstensemble erklärt.
Die heutige Basílica del Pino wurde zwischen 1760 und 1767 errichtet und 1916 zur Basilica minor erklärt. Die Barockkirche besitzt drei Schiffe, die von 14 Rundbögen gegliedert werden. Der Glockenturm Torre Amarilla wurde 1708 eingeweiht und bewahrt Bauelemente des zweiten Tempels, der dem heutigen Bau vorausging. Über die Rückseite der Basílica del Pino sind das Museum und das Camarín der Virgen zugänglich. In einem historischen Haus an der Plaza del Pino werden zahlreiche Gegenstände und Möbel aus dem Majorat der Manrique de Lara ausgestellt, darunter Fotografien, Wandteppiche, Porzellan, Möbel und Gemälde. Die älteste erhaltene Brücke auf Gran Canaria wurde zwischen 1824 und 1828 errichtet.
Wege, Plätze und religiöse Tradition
Die Calle Real de la Plaza bewahrt traditionelle Holzbalkone mit Ziegeldächern sowie gegenüberliegende Balkone aus vorkragendem Stein mit Eisenschmiedearbeiten. In Hausnummer 10 befindet sich eines der ältesten Häuser Terors; außerdem gibt es dort eine der wenigen traditionellen Friseurstuben der Insel. Die Calle Herrería ist Teil des alten Camino Real de Mar a Cumbre, der durch Teror bis nach Valleseco und weiter ins Inselzentrum führte. Auf der Plaza Teresa de Bolívar finden sich künstlerische Spuren von Néstor Álamo und dem kanarischen Künstler Santiago Santana. Das Zisterzienserinnenkloster wurde am 8. November 1888 in sein neues Kloster im Cercado de los Castaños verlegt.
Teror verfügt über einen religiösen Rundgang entlang von sieben Kirchen und Einsiedeleien, zwei Klöstern, privaten Kapellen und weiteren religiösen Bezugspunkten. Die Virgen del Pino ist die Schutzpatronin der Diözese der Kanarischen Inseln und seit Langem eine religiöse Bezugsperson für viele Kanarier. Die Fiesta del Pino findet jedes Jahr am 8. September statt; die Gedenkveranstaltungen erstrecken sich über den gesamten Monat. Besonders am 7. und 8. September kommen Pilger aus verschiedenen Teilen der Insel zu Fuß nach Teror. Der Abstieg und der Aufstieg des Bildnisses der Virgen del Pino zählen zu den zentralen Veranstaltungen im Festkalender.
Finca de Osorio und Wege ins Grüne
Die Finca de Osorio ist ein geschützter Naturraum mit 207 Hektar Fläche und liegt etwa zwei Kilometer vom historischen Zentrum Terors entfernt. Das Gelände umfasst Wege, Berge, eine Schlucht, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wald; ein Aula de la Naturaleza dient der Umweltbildung. Der Mirador de la Vuelta de los Pájaros bietet aus erhöhter Lage Ausblicke auf das historische Zentrum. Der Sendero de Hoya Alta beginnt an der Plaza de Nuestra Señora del Pino und ist ein etwa zweistündiger Hin- und Rückweg über 4 km mit mittlerem bis hohem Schwierigkeitsgrad, da starke Steigungen zu bewältigen sind. Von der Casa de Pinito aus kann man entweder zum Pico de Osorio hinaufsteigen oder zur Casona der Finca hinabgehen. Im Barranco de Teror liegt eine für ihr Mineralheilwasser bekannte Quelle weniger als einen Kilometer vom historischen Zentrum entfernt.
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