Risco Blanco: Geologie, Wanderwege und ein möglicher Tempelort
Unterkünfte in Risco Blanco
Eine markante Formation aus phonolithischem Gestein
Risco Blanco ist eine phonolithische Intrusion, die etwa 400 Meter hoch ist und an ihrer Basis etwa 600 Meter misst. Sehr steile, nahezu senkrechte Wände prägen die Formation. Die ausgeprägte Klüftung von Risco Blanco konvergiert zum Gipfel und verleiht dem Gesteinskörper seine unverwechselbare Struktur. Radiometrisch wurde die Intrusion von Risco Blanco auf ein Alter von 3,7 Millionen Jahren datiert.
File:Risco Blanco - Riscos de Tirajana - Gran Canaria.jpg
Foto: Rvr via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Risco Blanco liegt innerhalb des Schutzgebiets Monumento Natural Riscos de Tirajana. Das Monumento Natural Riscos de Tirajana weist geologisches und geomorphologisches Interesse auf und bildet eine landschaftlich besonders schöne und einzigartige Kulisse. Das Schutzgebiet beherbergt zahlreiche endemische Arten, darunter bedrohte oder geschützte Arten. Ein botanischer Beleg für Sideritis dasygnaphala subsp. dasygnaphala stammt von den angrenzenden Hängen von Risco Blanco in 1.353 m Höhe.
Geologische Route mit Blick auf Risco Blanco
Die geologische Route nach Risco Blanco beginnt etwa 1,5 km von San Bartolomé de Tirajana entfernt an der Straße nach Ayacata. Die geologische Route nach Risco Blanco ist etwa 5 km lang und bietet einen Panoramablick auf Risco Blanco sowie auf das Einzugsgebiet des Barranco de La Culata. Bei Kilometer 5 erreicht die geologische Route den Fuß von Risco Blanco.
Eine weitere Route ist „Fuente de los Cascajales–Santa Lucía“. Diese Route ist 11.460 Meter lang und als mittelschwer eingestuft. Die Route „Fuente de los Cascajales–Santa Lucía“ verläuft auf einem panoramareichen Weg entlang der Steilhänge der Caldera de Tirajana. Vom Paso del Indiano aus bietet die Route „Fuente de los Cascajales–Santa Lucía“ einen Blick auf Risco Blanco. Für Radfahrer ist der Abschnitt Taidía–Risco Blanco 7 km lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 6,9 % auf. Die sieben Kilometer und die durchschnittliche Steigung von 6,9 % sind dabei konkrete Größen für die Planung dieses Radfahrabschnitts.
Wege, Dorf und Höhenlandschaft
Für die Orientierung am Berg ist auch die Straßenführung eindeutig: Die Straße GC-654 führt nach dem Dorf Risco Blanco bis zum Fuß der phonolithischen Intrusion. Die Route „Risco Blanco–Pozo de Las Nieves“ führt von La Culata bergauf zum Pozo de Las Nieves und stellt Risco Blanco als geologisches Highlight dieser Strecke heraus.
Risco Blanco gilt als möglicher Ort des Risco de Humiaga, eines Tempels der antiken Kanarier. Dieser mögliche historische Bezug ergänzt die geologische Prägung des Ortes um eine kulturelle Ebene, ohne die markante Landschaft aus dem Blick zu verlieren.
Weitere Orte im Umfeld
Firgas, Guía, Las Palmas De Gran Canaria, Urbanización la Suerte, Agüimes, Puerto de las Nieves, El Majuelo und El Estanco.
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