Agaete zwischen Atlantikklippen und Tamadaba
Unterkünfte in Agaete
An der Nordwestküste Gran Canarias bei Agaete stürzen spitze Vulkanfelsen in den Atlantik und bilden spektakuläre Klippen; die Barrancos setzen sich von dort ins Inselinnere fort. So treffen an einem Ort eine markante Küstenlandschaft, vulkanisch geprägte Formen und Wege durch Tal- und Berglandschaften aufeinander.
File:Agaete, Las Palmas, Spain - panoramio (1).jpg
Foto: trolvag via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Natur
Der Naturpark Tamadaba ist einer der zwei Naturparks Gran Canarias. Im oberen Tamadaba-Massiv wächst in einer Höhe von über etwa 1.000 Metern ein dichter Wald aus Kanarischen Kiefern (Pinus canariensis). Der Barranco de Guayedra ist wegen seiner geologischen, natürlichen und landschaftlichen Besonderheiten als Naturgebiet geschützt und weist zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten auf. Küste, Barrancos, Wald und geschützte Natur bilden damit unterschiedliche Landschaftsräume rund um Agaete.
Wandern
In Agaete gibt es Wanderwege durch abwechslungsreiche Landschaften, darunter das Tal, die Berglandschaften des Tamadaba und die Küste. Der Camino al Charco Azul (El Risco) ist eine Wanderroute. Damit stehen sowohl die Küstenlinie als auch das Tal und das Tamadaba-Massiv als konkrete Schauplätze für Wege durch die Landschaft im Mittelpunkt.
Zum direkten Gemeindegebiet gehört auch El Risco.
Kultur und Feste
Die Fiesta de la Rama de Agaete findet jährlich am 3. und 4. August als Teil der Feierlichkeiten zur Virgen de las Nieves statt. Bei der Fiesta de la Rama tragen die Teilnehmenden Zweige durch Agaete und ziehen in einer von Musik begleiteten Prozession mit Papagüevos. Der Festtermin und die Prozession gehören eng zusammen: Im August wird der Ort zum Schauplatz eines traditionsreichen, von Musik und bewegten Figuren geprägten Ereignisses.
Archäologie und Geschichte
Der Archäologische Park Maipés umfasst fast 700 indigene Gräber. Maipés verbindet archäologischen Wert mit vulkanischer Geologie, der damit verbundenen Flora und Fauna sowie einer Lage unterhalb der Felswände des Tamadaba. Gräber, Vulkangestein, Pflanzen- und Tierwelt sowie die Felswände stehen dort in einem gemeinsamen räumlichen Zusammenhang.
Casa Fuerte wurde etwa im August oder September 1481 auf indigenen Fundamenten als Festung errichtet. Der Bau gehört damit zu den historischen Spuren Agaetes, deren Entstehungszeit und baulicher Ursprung mit den genannten Fundamenten verbunden sind.
Garten und Anbau
Der Huerto de las Flores entstand im 19. Jahrhundert als tropischer Garten mit mehr als 100 akklimatisierten Arten aus aller Welt, insbesondere aus Amerika. Zeitweise diente der Garten bedeutenden Dichtern und Literaten der Insel wie Saulo Torón, Tomás Morales und Alonso Quesada als Ort für ausgedehnte Spaziergänge und Meditation. Gartenbau und literarische Inselgeschichte treffen hier in einem konkreten Ort zusammen.
Bodega Los Berrazales bietet Führungen an, bei denen der Weinherstellungsprozess sowie der Orangen- und Kaffeeanbau auf der Finca La Laja vorgestellt werden. Wein, Orangen und Kaffee gehören dabei zu den Themen dieser Führungen auf der Finca La Laja.
Anreise
Agaete ist von Las Palmas de Gran Canaria aus über die Straße GC-2 erreichbar. Von La Aldea de San Nicolás oder vom Süden Gran Canarias führt die westliche Küstenstraße GC-200 nach Agaete. Die Anreise ist mit dem eigenen Auto oder regulären Buslinien möglich.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gran Canaria.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel: