Firgas auf Gran Canaria: Wasser, Geschichte und Natur
File:Heredad de aguas de Arucas y Firgas, Arucas, Gran Canaria.jpg
Foto: Teknad via Wikimedia Commons, CC0
Im Ortszentrum von Firgas liegen zwei markante Fußgängerstraßen: Der Paseo de Gran Canaria befindet sich im historischen Ortszentrum und verfügt über eine 30 Meter lange Kaskade aus Stein, während der Paseo de Canarias den Boden mit Darstellungen der sieben Kanarischen Inseln, ihrer Wappen und jeweils einer typischen Landschaft gestaltet. Zusammen mit den historischen Gebäuden und wasserbezogenen Zeugnissen entsteht ein Ortsbild, in dem Alltagsgeschichte und Landschaft eng nebeneinanderstehen.
Weitere Orte auf Gran Canaria sind Maspalomas, Trasmontaña, Carrizal, Casas Nuevas, La Aldea De San Nicolás, Tasartico, Ojos de Garza und La Caldera.
Kultur
Die Casa de la Cultura wurde 1870 als Hotel oder Gasthaus für Besucher der Heilbäder von Azuaje erbaut. Heute beherbergt das Gebäude die Stadtbibliothek, einen Ausstellungsraum und einen Veranstaltungssaal. In der Iglesia de San Roque, die am 19. Januar 1845 als eigenständige Pfarrei eröffnet wurde, setzt sich die Ortsgeschichte fort: Sie steht auf den Ruinen der ersten San-Juan-Ortega-Kapelle aus dem Jahr 1502.
An der Plaza de San Roque liegt die restaurierte Antigua Acequia Real. Zu ihr gehören steinerne Waschplätze mit Skulpturen von Frauen beim Wäschewaschen. Im Museo Canario del Agua Villa de Firgas sind Museum und Interpretationszentrum miteinander verbunden. Die Molino de Firgas trägt auch den Namen Molino del Conde und wurde für Besucher restauriert.
Geschichte
Die Mühlengeschichte reicht in Firgas weit zurück. El Molino de Agua wurde 1517 erbaut, um die frühe Bevölkerung von Firgas mit Mehl zu versorgen. Im Jahr 2007 wurde die Mühle als Kulturgut der Kategorie ethnologischer Ort geschützt. Die Molino de Cha Margarita entstand 1870 und war die erste Mühle der Villa de Firgas. Die Molino de El Roque wurde 1855 erbaut und ist seit 1970 außer Betrieb. Als Ruine erhalten ist die Molino de Guadalupe; sie war die einzige Mühle in diesem Bereich, die nicht das Wasser der Heredad de Arucas y Firgas nutzte.
Natur
Die Reserva Natural Especial de Azuaje umfasst 61,1 Hektar und hat keine ansässige Bevölkerung. Sie bewahrt einen der wenigen verbliebenen Lorbeerwaldreste auf Gran Canaria sowie mehrere endemische Arten. Im Bereich des Barranco de Guadalupe gibt es Schilfbestände, Tümpel, Frösche und Weiden.
Auch Las Berreras in der Gemeinde Firgas gehört als ländliche Landschaft von außergewöhnlichem Wert zu den prägenden Landschaftsräumen. In den nahe gelegenen kleinen Schluchten verbinden die alten Berreras Wasserbau mit Anbauterrassen. In Las Berreras im Ortsteil San Antón wächst Brunnenkresse in wasserreichen Terrassen.
Wandern und Wege
In Firgas gibt es sechs dauerhaft eingerichtete, ausgeschilderte Rundwanderwege, die durch Farben unterschieden werden. Im Bereich des Barranco de Las Madres y Guadalupe führen zahlreiche Wege durch eine vegetationsreiche Landschaft, die sich zum Wandern eignen.
Der Mirador de Las Madres liegt 300 Meter vom historischen Ortszentrum von Firgas entfernt und bietet einen Blick auf den Zusammenfluss der Schluchten Las Madres, Guadalupe und Aguaje. Vom Parque del Ganadero eröffnen sich Panoramablicke auf die Nordküste von Gran Canaria.
Traditionen
Das wichtigste San-Roque-Fest von Firgas findet am 16. August statt. Zum Fest gehören eine Romería, eine Viehmesse sowie die traditionelle Bajada del Palo.
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