Frontera auf El Hierro: Vulkanstrände, Kultur und Wanderwege
Unterkünfte in Frontera
Wandern und Landschaft
In Frontera bietet der Parque Rural de Frontera ein Wegenetz mit Abschnitten des PR-EH 1 durch die Lorbeerwälder von Mencáfete und zu den Golfen Las Playas und Frontera. Der Camino de Jinama folgt einer historischen Zugangsroute nach El Golfo und verläuft durch den botanisch bedeutsamen Monteverde-Wald auf El Hierro.
File:Catedral, Jerez de la Frontera, España, 2015-12-07, DD 21-23 HDR.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das Tal El Golfo entstand durch Erosion nach einem Einsturz des Geländes, der einen großen Tsunami auslöste. El Sabinar ist ein Wacholderhain auf der Hochebene La Dehesa; seine von den Passatwinden geformten Sabinas sind teilweise bis zu tausend Jahre alt.
Küste und Badeplätze
Der Charco de los Sargos ist ein Badebereich in der Gemeinde Frontera. Eine hohe Klippe prägt seine besondere Form, während die Meeresbrandung mehrere zum Baden eingerichtete Bereiche geformt hat. El Verodal ist ein vulkanischer Strand in der Gemeinde La Frontera mit rötlichem Vulkansand, großen Lavaströmen und imposanten Klippen in der Umgebung. Arenas Blancas ist eine 50 Meter lange Bucht im Parque Rural de Frontera; ihr heller Sand stammt aus Muschelschalen, die Meeresströmungen herangetragen und der Wellenschlag erodiert hat. Arenas Blancas verfügt über keinen direkten öffentlichen Nahverkehr: Vom Parkplatz ist ein Fußweg erforderlich, alternativ ist die Anfahrt mit einem Geländewagen möglich. La Maceta besteht aus drei natürlichen, durch menschliche Gestaltung ergänzten Badebecken.
Kultur und Geschichte
Das Ecomuseo de Guinea präsentiert Guinea, die älteste Siedlung im Tal El Golfo. Guinea ist heute vollständig verlassen und als touristische Attraktion sowie als kultureller und künstlerischer Ausdruck des früheren Lebens auf El Hierro rekonstruiert. Das Ecomuseo bietet eine etwa 30-minütige Führung mit einem Juaclo, einem Wohnort der Ureinwohner, sowie vier Häusern, die mit Gegenständen und Hausrat aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestattet sind. Die Iglesia de Nuestra Señora de Candelaria ist die Pfarrkirche der Gemeinde La Frontera und wurde 1818 an der Stelle einer früheren Kapelle errichtet. Der Campanario de Joapira ist ein freistehender Glockenturm auf dem vulkanischen Kegel der Montaña Joapira und gehört zum Prozessions- und Sakralensemble der Kirche.
In Las Puntas wurde die Ermita de San Juan Bautista vom kanarischen Architekten Alejandro Beautell entworfen und durch internationale Architekturpreise und -auszeichnungen anerkannt. Die Bajada de la Virgen de los Reyes findet am ersten Samstag im Juli alle vier Jahre statt und beginnt an der Ermita de los Reyes.
Sternenhimmel und Natur
La Frontera besitzt die Zertifizierung als Municipio Starlight für die Qualität seines Nachthimmels und sein Engagement für den Astrotourismus. Der Mirador Astronómico Charco Azul verfügt über eine Tafel mit den von dort sichtbaren Sternbildern und einen Pfosten, der zur besseren Beobachtung auf Polaris weist. Neben dem Ecomuseo de Guinea kann das Centro de Recuperación del Lagarto Gigante de El Hierro besucht werden, das sich mit der vom Aussterben bedrohten endemischen Rieseneidechse von El Hierro befasst.
Zum direkten Ortsgefüge gehört auch Los Llanillos.
Lokale Bezüge
Sabinosa ist mit der Herstellung handwerklicher Weine verbunden.
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