Los Llanillos auf El Hierro – Küste, Kulturerbe und Sternenhimmel
Unterkünfte in Los Llanillos
Kultur und Geschichte
In Los Llanillos steht die Ermita de Los Llanillos, ein kleines eingeschossiges Gebäude mit einem geneigten Satteldach aus flachen Dachziegeln und einer Verkleidung aus lokalem Stein. Die Ermita wurde 1994 erweitert, um ihre Sakristei aufzunehmen. Dadurch verbindet das Gebäude seine ursprüngliche, schlichte Form mit einem später hinzugefügten sakralen Nebenraum.
Zum Kulturerbe der Gemeinde La Frontera gehört außerdem die Casa del Ataúd. Das kleine Gebäude besteht aus Trockenmauerwerk. In seinem Inneren wird ein alter Sarg aufbewahrt, der bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts dazu verwendet wurde, verstorbene Einwohner zum Begräbnisort zu transportieren. Die Casa del Ataúd bewahrt damit ein konkretes Zeugnis der örtlichen Bestattungsgeschichte.
Ortsbild und ländlicher Charakter
Das Ortsbild von Los Llanillos wird von traditionellen Häusern mit flachen Dächern geprägt. An den Gebäuden sind Ecksteine sichtbar, die in harmonischen Farben gestrichen sind. Hinzu kommen schöne, mit Blumen gefüllte Gärten, die unmittelbar an die Häuser anschließen und das Bild der bebauten Umgebung mitbestimmen.
Viele dieser traditionellen Häuser wurden für den ländlichen Tourismus umgebaut. In Los Llanillos stehen deshalb historische Bauelemente wie Flachdächer und farbige Ecksteine neben einer späteren Nutzung der Gebäude. Die Trockenmauerwerke der Casa del Ataúd und der Route sowie die Gärten der Häuser gehören zu unterschiedlichen Teilen des Ortsbilds.
Der traditionelle Weg nach El Pinar
Die Route Los Llanillos–El Pinar ist ein traditioneller Weg, den Generationen von Einwohnerinnen und Einwohnern El Hierros für saisonale Ortswechsel zwischen Los Llanillos und dem Ort El Pinar genutzt haben. Ihr Ausgangspunkt liegt an der Bushaltestelle neben dem Platz in Los Llanillos. Der Weg beginnt damit an einem klar benannten Punkt innerhalb des Ortes.
Bereits der erste Abschnitt führt durch aufgegebene Anbauflächen mit Trockenmauern. Diese Mauern dienen der Abgrenzung von Parzellen und dem Schutz von Feigenbäumen. Auf den frühen Metern der Route treffen somit der historische Ortswechsel, aufgegebene Anbauflächen, Parzellengrenzen und der Schutz der Feigenbäume aufeinander.
Charco Azul an der Küste
Charco Azul liegt im küstennahen Ortsteil Los Llanillos. Der Küstenbereich besteht aus zwei natürlichen Salzwasserbecken, die für die Nutzung durch Einheimische und Touristen angepasst wurden. Für einen sichereren Zugang zu den Becken wurde eine Treppe installiert. Die beiden Becken, ihre Anpassung und die Treppe gehören zu den charakteristischen baulichen Elementen von Charco Azul.
Sternenhimmel am Mirador
Nahe dem Siedlungsgebiet von La Frontera liegt der Mirador Astronómico Charco Azul. Er gehört zu den Orten der Gemeinde mit vergleichsweise geringer Lichtverschmutzung. Eine Tafel erläutert die aus der Umgebung sichtbaren Sternbilder. Zusätzlich ist ein Pfosten zur besseren Beobachtung auf Polaris ausgerichtet.
Der Mirador Astronómico Charco Azul eignet sich zur Beobachtung sternenklarer Nächte. Dabei kann die Beobachtung dort manchmal durch Bewölkung eingeschränkt sein. Die Sternbildtafel, die Ausrichtung auf Polaris, die vergleichsweise geringe Lichtverschmutzung und die mögliche Bewölkung gehören gemeinsam zum nächtlichen Charakter dieses Aussichtspunkts.
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