Formaris: Camino Inglés, Wälder und Kulturerbe
Unterkünfte in Formaris
Formaris zwischen Landschaft und Kulturerbe
Formaris in Galicien liegt in einer Umgebung, in der Landschaft und Kulturerbe eng aufeinander bezogen sind. In der Pfarrei Enfesta, in der Formarís liegt, wird das Gebiet vom Fluss Sionlla und seinen Zuflüssen Portagueiro und Salgueiro geprägt. Naturraum, Routen und Geschichte zeigen sich dabei in konkreten Orten und Wegen.
Pilgerwege mit klaren Streckenprofilen
Der Camino Inglés führt auf der letzten Etappe von Sigüeiro nach Santiago de Compostela durch den Eichenwald Bosque Encantado. Diese Etappe ist 16,5 km lang, weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und hat eine geschätzte Dauer von 4 Stunden und 30 Minuten. Auf ihr verlaufen kleine, kaum befahrene Wege rechts parallel zur N-550. Im Gemeindegebiet von Santiago de Compostela führt der Verlauf des Camino Inglés durch den Bereich der Pfarrei Enfesta näher am Castro de Formarís sowie durch eine Zone mit traditioneller Wegestruktur und Baumbestand. Eine zweite Strecke ist die Rundroute 13 A Sionlla – Agualada – O Carballal – Lavacolla. Sie ist 16,99 km lang, weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und hat eine geschätzte Dauer von 339 Minuten. Bei Länge, Schwierigkeit und Dauer unterscheiden sich die beiden Routen deutlich genug, um sie als eigene Erlebnisse zu betrachten.
Fragas de Formarís und atlantische Wälder
Die Fragas de Formarís gelten wegen ihres ökologischen Werts als besuchenswerter Ort. Gemeinsam mit Reboredo gehören sie zu den typischen galicischen Wäldern aus verschiedenen Arten atlantischer Waldgesellschaften. In Galicien bestehen diese Wälder überwiegend aus Eichen (Quercus robur). Die Naturseite von Formaris zeigt sich damit in einer Landschaft, deren charakteristische Waldgesellschaften ebenso wichtig sind wie die Wege und historischen Orte der Pfarrei Enfesta.
Von der Bronzezeit bis zur Mühle
Castro de Formariz in Formariz, in der Pfarrei A Enfesta, ist eine befestigte Siedlung. Castro de Formarís stammt aus der Bronzezeit. In der Umgebung von Formarís bewahrt A Roda dos Mouros, auch Castro de Enfesta oder Castro de Vilasuso genannt, einen zentralen ovalen Innenbereich mit einer im Osten durch einen Parapet begrenzten Terrasse. Die Kirche San Cristovo de Enfesta wurde in der Umgebung von Formarís erstmals etwa im 12. Jahrhundert errichtet. Zu den Kulturerbeelementen in der Umgebung von Formarís gehört außerdem die Mühle von Sionlla de Arriba.
Verbindungen nach Santiago de Compostela
Über die Straße N-550 ist die Pfarrei Enfesta mit Santiago de Compostela verbunden. Außerdem ist die Pfarrei durch die Bahnstrecke zwischen A Coruña und Ourense angebunden. Diese Verkehrsverbindungen stehen neben dem Camino Inglés und seinen Wegen und geben Formaris einen klaren Bezug zu den größeren Orten und Routen der Umgebung.
Eine weitere Möglichkeit zur Orientierung bietet Ihnen die Seite zu Roxos.
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