Monroy zwischen Burg, Villa Romana und Dehesa

Zwischen Burgengeschichte und Landschaft

Monroy zeigt seine Besonderheiten dort, wo Baugeschichte, Archäologie und offene Landschaft zusammentreffen. Das Castillo de Monroy ist als Monument als Bien de Interés Cultural geschützt. Es entstand wahrscheinlich aus einem befestigten Haus, das Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Für einen Besuch des Castillo de Monroy muss vorab Kontakt mit dem Fremdenverkehrsamt von Monroy aufgenommen werden. Die Burg bildet damit einen markanten kulturellen Bezugspunkt für einen Aufenthalt im Ort.

Kirchen, Museum und lebendige Traditionen

Zur Ortsgeschichte gehört auch die Kirche Santa Catalina. Das einschiffige Gebäude wurde Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet; sein Altaraufsatz entstand im 17. Jahrhundert und wurde 1623 in Monroy montiert. Im Casa del Reloj befindet sich das Museum für byzantinische Ikonografie von Monroy. Dort werden byzantinische Ikonen von Paquita Morgado sowie eine Sammlung von Sonnenuhren von Gervasio Reolid gezeigt. So liegen sakrale Baukunst und unterschiedliche Formen regionaler Kultur im selben Ort eng beieinander.

Die Kapelle Santa Ana wurde im 19. Jahrhundert errichtet und ist das Zentrum der Feierlichkeiten am Lunes de Albillo. Neben ihr liegen in den Fels gehauene spätrömische Gräber aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. Zu Las Purificás gehören mittelalterliche Coplas, die zur Begleitung einer arabischen Pandereta gesungen werden. Zum Programm des Lunes de Albillo gehören außerdem ein Ringwettbewerb zu Pferd und Pferderennen. Kapelle, archäologische Zeugnisse und Festtraditionen setzen dabei mehrere historische Zeitschichten nebeneinander.

Villa Romana und die Route durch die Dehesa

Archäologisch führt die Villa Romana in einen anderen Abschnitt der Ortsgeschichte. Die archäologische Stätte liegt etwa 3 km vom Ortskern von Monroy entfernt im Bereich „Los Mochuelos del Tesoro“ und ist in zwei Bereiche gegliedert. Im südlichen Bereich befinden sich Wohnräume, Thermen, Werkstätten und Dienstbereiche. Dadurch umfasst die Anlage verschiedene bauliche Spuren, die über einzelne Mauerreste hinausweisen.

Die Route La Villa Romana ist eine leichte, ringförmige Route in Monroy, die zu Fuß, mit dem Fahrrad und zu Pferd absolviert werden kann. Sie ist 8,180 km lang und dauert zu Fuß etwa eineinhalb Stunden. Ihr Verlauf führt durch die Dehesa Boyal de Monroy, eine von Eichen geprägte Dehesa, die von Schafen und Rindern beweidet wird. Die Strecke stellt damit eine Verbindung zwischen archäologischem Ziel und einer von Eichen und Weidetieren geprägten Landschaft her, ohne dass beide Orte dasselbe Ausflugsziel sind.

Arroyo del Cabril und Vogelwelt

Auch der Arroyo del Cabril markiert einen eigenständigen Naturraum. Wegen seiner zerklüfteten Topografie ist das Gebiet schwer zugänglich; zugleich bietet es Lebensraum für Uhu, Schmutzgeier, Schwarzstorch, Gänsegeier, Mönchsgeier und Schwarzmilan. Am Ende jeder dieser Routen befinden sich zwei Vogelbeobachtungsposten. Wer Monroy wegen seiner Kulturdenkmale, archäologischen Spuren und Landschaftsräume auswählt, findet somit sehr unterschiedliche Themen auf engem thematischem Raum.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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