Valdelacasa de Tajo: Geschichte, Wege und Traditionen
Kirche und historische Spuren
In Valdelacasa de Tajo steht die Iglesia Parroquial de la Asunción, ein gotischer Bau aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Kirche besitzt eine polygonale Apsis und einen Innenraum, der von einem Kreuzrippengewölbe überspannt wird. Am südlichen Eingang schützt ein Renaissanceportal mit Bögen den Zugang; seine Gestaltung ist mit Baumstämmen dekoriert.
Zu den weiteren historischen Bezugspunkten gehört das Castillo de Espejel in Valdelacasa de Tajo, das im 10. Jahrhundert errichtet wurde. Von der Anlage sind die Überreste der Barbakane und der Coracha erhalten. Zum neolithischen Kulturerbe von Valdelacasa de Tajo gehört außerdem das Dolmen El Gambete. Das Dolmen liegt an einer Wegkreuzung beziehungsweise an der Grenze zwischen drei Orten der Region.
Feste und religiöse Bräuche
Der Via Crucis von Valdelacasa de Tajo wurde 1821 errichtet und durch Beiträge der örtlichen Bewohner finanziert. Der Kreuzweg steht in Verbindung mit der Karwoche und dem Fest des Heiligen Kreuzes am 3. Mai. Beide Bezüge geben dem Bauwerk einen festen Platz im religiösen Brauchtum des Ortes.
El Remolino zählt zu den traditionellen Volksfesten von Valdelacasa de Tajo und findet vom 25. August bis zum 28. August statt. Das Fest hat seinen Ursprung in einer 1906 gegründeten landwirtschaftlichen Messe. Eine andere religiöse Tradition ist das Petitorio de Ánimas, das in der Nacht zum 1. November stattfindet. Dabei ziehen mehrere Frauen mit einem Korb und einer Schelle durch die Straßen und sammeln Almosen für die Verstorbenen.
Wanderwege durch Felder und Jagdreviere
Die Etappe 29 des Camino Natural del Tajo erreicht Valdelacasa de Tajo, nachdem sie Felder mit Olivenbäumen, Mandelbäumen und Steineichen durchquert hat. Für diese Etappe gilt zugleich der Hinweis, dass Waldbrände im Sommer 2025 Teile des Weges unterbrochen oder unpassierbar gemacht haben könnten. Informieren Sie sich vor dem Besuch über den Zustand der Strecke.
Die Etappe 30 des Camino Natural del Tajo beginnt in Valdelacasa de Tajo. Von dort führt der Weg durch Jagdreviere und landwirtschaftlich genutzte Felder. Nach der Querung der Straße zwischen Valdelacasa de Tajo und Peraleda de San Román führt die Etappe auf einer leicht begehbaren Piste weiter. So lassen sich zwei unterschiedliche Streckenabschnitte des Camino Natural del Tajo mit dem Ort als jeweils genanntem Ausgangs- oder Zielpunkt einordnen.
Landschaft über mehrere Provinzen
Der Anticlinal de Valdelacasa erstreckt sich über die Provinzen Cáceres, Toledo und Ciudad Real. Von Puente del Arzobispo aus ist der Anticlinal de Valdelacasa über die Straße EX-387 erreichbar, indem man dort in südlicher Richtung fährt. Der Landschaftsraum reicht damit über den unmittelbaren Ortsbezug hinaus in drei Provinzen.
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