Berzocana zwischen Felsmalereien, Kirchenkunst und Sierra-Landschaft

Felsmalereien zwischen Wald und Sierra

Berzocana verbindet eindrucksvolle Spuren früher Geschichte mit Wegen durch die Sierra. Die Ruta a las pinturas rupestres de Berzocana beginnt an der Straße CC-22.4 zwischen Solana und Berzocana, etwa 2 km von Berzocana entfernt. Von dort führt sie zu drei Felsdächern mit Felsmalereien an den Canchos de las Sábanas.

Zum Naturraum gehört der Parque Sierra de Berzocana. Er ist eine Zona de Especial Protección de Aves und ein Geositio des Geoparque. Sein Wegenetz umfasst bis zu fünf empfohlene Routen. Eine besondere Erscheinung ist der Roble de la Nava, der seit 2004 auf der Liste der herausragenden Bäume von Extremadura steht.

Die Route zu den Felsmalereien ist kurz, aber anspruchsvoll. Ausgeprägte Steigungen und Abschnitte auf losem Stein gehören zu ihrem Charakter. Der erste Abschnitt verläuft über einen gut erhaltenen Feldweg durch einen Mischwald aus Pyrenäen-Eichen (Quercus pyrenaica), Korkeichen (Quercus suber) und Kastanienbäumen (Castanea sativa). Damit liegen auf engem Raum konkrete Kultur- und Landschaftserlebnisse eng beieinander.

Archäologie und Kirchenkunst

Das Centro de Interpretación de la Arqueología del Geoparque ergänzt die Besichtigung der Felsmalereien. Dort sehen Sie eine Replik der Goldtorques, Grabbeigaben sowie eine nachgebildete Höhle mit einem Video über Felsmalereien. Außerdem zeigt das Zentrum archäologische Überreste aus allen historischen Epochen.

Das Ensemble der Felsmalereien im Gemeindegebiet umfasst die drei auf der Route besuchten Felsdächer sowie Risquillo de Paulino. Die Darstellungen stammen aus dem Chalkolithikum bis zur Bronzezeit und werden auf die Zeit zwischen 4000 und 1000 v. Chr. datiert. Wer sich für frühe Siedlungs- und Bildwelten interessiert, findet in Berzocana daher mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Im Ort steht die Kirche San Juan Bautista, ein gotischer Sakralbau aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ihre Hauptfassade wird von einem Mudéjar-Turm geprägt. In der Capilla de los Santos werden die Reliquien von San Fulgencio und Santa Florentina aufbewahrt. 1977 wurde die Kirche zum nationalen historischen Denkmal von nationalem Interesse erklärt.

Feste und Erzeugnisse des Geoparks

Auch religiöse Traditionen prägen den Jahreslauf. Die Fiesta del Ramo umfasst eine feierliche Prozession, bei der die Bilder von Santa Florentina und San Fulgencio sowie die Reliquienlade getragen werden. Das abendliche Ofertorio findet auf der Plaza Mayor statt und umfasst das Bieten der Anwesenden auf die dargebrachten Opfergaben.

Bei der Fiesta de la Aparición findet in manchen Jahren und bei geeignetem Wetter eine Prozession zur Cruz de los Santos am Fuß des Olivo de los Santos statt. Auf die Messe folgt ein familiäres Fest mit Schokolade und Churros. Einen kulinarischen Bezug bietet außerdem die Feria Sabores del Geoparque, auf der Käse, Wurstwaren, Honig und Marmeladen präsentiert werden.

Orientierung für Spaziergänge und Ausflüge

Die Ruta a las Cuevas beginnt auf der Plaza de Berzocana. Mit dem Auto gelangen Sie über die Straße nach Solana und einen ausgeschilderten Weg zur Casa Rural Finca de la Sierra. Die beiden Wege haben unterschiedliche Ausgangspunkte: Der eine führt von der Straße zu den Felsdächern der Canchos de las Sábanas, der andere nimmt seinen Anfang direkt im Ort.

Weitere Orte im Umfeld

Für die weitere Ortsorientierung können Sie auch Valencia De Alcantara, Nuñomoral, Portezuelo, Carcaboso, Torremocha, Grimaldo, El Gordo und Logrosán einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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