El Gordo entdecken: Dolmen, Störche und Wanderwege

El Gordo zwischen Geschichte und Landschaft

El Gordo in Extremadura verbindet archäologische Zeugnisse, kirchliche Baugeschichte und eine auffällige Storchenkolonie mit Wegen durch die Landschaft. Von Madrid aus ist der Ort über die Autobahn A-5 der erste Ort in Extremadura. Im Gemeindegebiet liegt mit dem Dolmen de Guadalperal ein besonders markanter Bezugspunkt der regionalen Geschichte.

Dolmen de Guadalperal im Embalse de Valdecañas

Der Dolmen de Guadalperal ist im Gemeindegebiet von El Gordo als Bien de Interés Cultural in der Kategorie einer archäologischen Zone geschützt. Er liegt im Embalse de Valdecañas und ist fast dauerhaft unter Wasser; nur bei längeren Dürreperioden oder bei Wasserablässen tritt er hervor. Der Dolmen gehört zu den bemerkenswertesten Beispielen des Megalithismus im mittleren Becken des Tajo und gilt zudem als frühes Beispiel für Restaurierung an einer archäologischen Fundstätte. Seine wechselnde Sichtbarkeit macht den Ort zugleich zu einem Thema, bei dem Landschaft und Kultur eng zusammen betrachtet werden.

Iglesia de San Pedro Apóstol und das Ortsbild

An der Iglesia de San Pedro Apóstol befindet sich eine Inschrift mit der Jahreszahl 1596, die sich wahrscheinlich auf die Errichtung des Chorraums bezieht. Das Kirchenschiff und ein Teil des Glockenturms wurden vermutlich im späten 15. Jahrhundert errichtet. Der Chorraum ist achteckig und mit einem gotischen Sterngewölbe bedeckt. Im barocken Hauptaltar befindet sich eine Nische mit einer Darstellung des heiligen Petrus. Damit bietet die Kirche mehrere konkrete Details für die Betrachtung: eine vermutlich spätmittelalterliche Bauphase, die Inschrift von 1596, die ungewöhnliche Form des Chorraums und die barocke Ausstattung.

Das Dorf der Störche

El Gordo trägt den Beinamen „Dorf der Störche“, weil dort eine große Kolonie Weißstörche lebt. El Gordo gehört außerdem zum Gebiet der ZEPA Embalse de Valdecañas. Auf dem Dach der Iglesia de San Pedro Apóstol befinden sich zahlreiche Storchennester; weitere Nester gibt es auf anderen Gebäuden in El Gordo. Wer sich für die Verbindung von Ortsgeschichte und Tierbeobachtung interessiert, begegnet diesem Thema daher nicht nur in der Landschaft, sondern auch mitten im bebauten Ort.

Wandern zu historischen Spuren

Die Wanderroute Chaparral verläuft zwischen El Gordo und Berrocalejo. Eine weitere Wanderroute führt zu den Überresten von Puebla de Naciados. Auf dieser Wanderroute sind verschiedene römische Überreste zu sehen, darunter eine Brücke oder die Fuente de los Muertos. Unterschiedliche Streckenverläufe helfen bei der Etappenplanung und eröffnen zugleich verschiedene Zugänge zu den historischen Themen rund um El Gordo.

Puebla de Naciados und Márgenes de Valdecañas

Zu den Überresten von Puebla de Naciados gehören die Ruinen der Kirche Santiago. In Puebla de Naciados befindet sich außerdem ein Rollo beziehungsweise eine Picota aus dem 15. Jahrhundert. Bei den Überresten gibt es einen Rastbereich. Márgenes de Valdecañas wird mit Berrocalejo und El Gordo in Verbindung gebracht und ergänzt damit den Landschaftsbezug, der sich zwischen den genannten Orten und Wegen entfaltet.

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Weitere Reiseziele

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