Logrosán: Kirche, Bergbau und Wege durch die Sierra
Logrosán verbindet sakrale Kunst, Bergbaugeschichte und Wege durch eine markante Landschaft. Für Besucher, die auf einer Spanienreise nicht nur ein einzelnes Kulturdenkmal, sondern auch geologische und archäologische Spuren suchen, treten hier eine gotische Kirche im UNESCO Global Geopark, die Mina Costanaza, der Cerro de San Cristóbal und eine ehemalige Bahntrasse als eigenständige Reisethemen hervor.
Kirche und frühe Spuren
Die Iglesia de San Mateo de Logrosán gilt als eines der besten Beispiele religiöser gotischer Architektur im UNESCO Global Geopark Villuercas-Ibores-Jara. Sie beherbergt eine Holzschnitzfigur aus dem 13. Jahrhundert im protogotischen Stil: Eine sitzende Madonna mit dem Kind auf dem Arm trägt den Namen Nuestra Señora del Carrascal.
Die Sierra de San Cristóbal beherbergt die einzige in Westeuropa bekannte tartessische Zinngewinnung. Am San Cristóbal finden sich zudem archäologische Zeugnisse aus der chalkolithischen Zeit. Eine weitere historische Spur bildet die Mina Costanaza, die vom späten 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zeitweise ausgebeutet wurde.
Berglandschaft und Wege zum Nachthimmel
Der Cerro de San Cristóbal ist ein isolierter Berg südwestlich des Ortskerns von Logrosán. Er erreicht eine maximale Höhe von 680 m; seine Granitkuppel ragt etwa 200 m über die umliegende Rumpffläche hinaus. Die Ruta Roso de Luna führt von der Ermita de la Virgen del Consuelo über einen breiten Weg an der Südseite der Sierra de San Cristóbal hinauf zum Berg und zum Beobachtungsbereich für den Nachthimmel.
Unterwegs auf ehemaliger Bahntrasse
Die Vía Verde de Las Vegas del Guadiana y las Villuercas ist eine 56,20 km lange lineare Strecke; zu den aufgeführten Gemeinden gehört Logrosán. Die Route verläuft auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd genutzt werden.
Bergbau unter Tage und im Museum
Im Inneren der Mina Costanaza sind eine mineralisierte Phosphoritader, Geoden und Stalaktiten zu sehen. Das Centro de Interpretación de la Mina Costanaza bietet eine Führung durch die Stollengänge der Mine; außerdem ist dort eine kurze Fahrt mit einer Grubenbahn möglich. Der frühere Abbau wird so durch konkrete Einblicke in die unterirdischen Bereiche und durch die historische Grubenbahn erfahrbar.
Im Museo Geológico-Minero „Vicente Sos Baynat“ sind Fossilien und Mineralien aus aller Welt zu sehen. Die Sammlung erweitert den Blick über die lokale Bergbaugeschichte hinaus auf geologische Funde aus vielen Regionen. Zusammen mit den Spuren der tartessischen Zinngewinnung, den archäologischen Überresten von San Cristóbal und den Gesteinsformen der Mina Costanaza reicht das geologische und historische Spektrum von sehr frühen Epochen bis zur industriell geprägten Bergbaugeschichte.
Weitere Ziele: Erías, Serrejón, Cilleros, Ladrillar, Guijo De Santa Bárbara, Acehuche, Cabañas Del Castillo, Perales Del Puerto.
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