Sinariega: Kapellen, Festkultur und historische Spuren

File:Rio Sella desde la carretera de Fuentes y Sinariega. - panoramio.jpg File:Rio Sella desde la carretera de Fuentes y Sinariega. - panoramio.jpg Foto: McBodes via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kultur, Kapellen und ein Fest im September

Sinariega lässt sich über konkrete Zeugnisse seiner Kultur- und Ortsgeschichte entdecken. Im Mittelpunkt stehen die barocke Kapelle San Nicolás, die Kapelle San Cosme y San Damián im Ortsteil Les Tercies und das befestigte Areal La Llanaona. Ein Fest Anfang September sowie eine Radroute durch Sinariega setzen weitere Akzente. So begegnen Ihnen sakrale Bauformen, lokale Erinnerung und eine sportliche Strecke als unterschiedliche Seiten des Ortes.

Die barocke Kapelle San Nicolás stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist mit einem Kreuzrippengewölbe gedeckt. In dessen Schlussstein ist das Kreuz des Sieges dargestellt. Außerdem besitzt San Nicolás einen Portikus zwischen zwei steinernen Anten. Die Kapelle bietet damit mehrere klar unterscheidbare architektonische Details: die Gewölbeform, den gestalteten Schlussstein und den steinernen Rahmen des Portikus.

Anfang September wird in Sinariega das Fest zu Ehren des heiligen Nikolaus gefeiert. Sinariega erhielt außerdem den Preis „Pueblo ejemplar de Parres“, nachdem die Jury die Arbeit der Einwohner zur Dokumentation und Wiedergewinnung von Elementen der traditionellen Kultur würdigte. Für Ihre Reiseplanung markiert Anfang September damit einen konkreten Termin im Ortskalender; die Auszeichnung rückt zugleich die Arbeit der Einwohner an der eigenen Kulturgeschichte in den Mittelpunkt.

San Cosme y San Damián in Les Tercies

Die Kapelle San Cosme y San Damián liegt im Ortsteil Les Tercies von Sinariega und weist einen volkstümlichen Stil des 18. und 19. Jahrhunderts auf. Sie wurde mit dem Kapital von Indianos errichtet. Derzeit befindet sie sich in ruinösem Zustand und hat sogar ihren Glockengiebel verloren. Bei diesem Bauwerk gehören die ursprüngliche Einordnung, seine Entstehung mit dem Kapital von Indianos und der heutige Zustand zu unterschiedlichen Kapiteln derselben Ortsgeschichte.

La Llanaona und die Geschichte der Befestigung

Das befestigte Areal La Llanaona bei Sinariega liegt auf etwa 380 Metern Höhe. Die Befestigungsanlage nutzt die steilen natürlichen Hänge über dem Tal des Río Sella sowie eine massive Mauer und eine angrenzende, abgeflachte Plattform. La Llanaona wurde als republikanischer Verteidigungsstützpunkt wiederverwendet; zu dieser Nutzung gehörten Schützengräben, Brustwehren und eine Bunker-Galerie. Die Geschichte von La Llanaona lässt sich dadurch über die natürliche Lage, die baulichen Elemente und die spätere militärische Verwendung erschließen.

Eine Radroute durch Sinariega

Die Radroute „Ribadesella por Sinariega“ führt durch Sinariega und umfasst eine unregelmäßige, 3,5 Kilometer lange Steigung mit 7,5 Prozent. Für Radreisende ist damit der Charakter dieses Abschnitts konkret benannt: Der Anstieg ist nicht gleichmäßig, seine Länge beträgt 3,5 Kilometer und die Steigung liegt bei 7,5 Prozent. Sinariega steht damit neben seinen Kapellen und historischen Anlagen auch als benannter Abschnitt einer Radroute im Blickpunkt.

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