Boal (Bual): Kulturerbe, Wege und Wasserlandschaft
Boal zwischen Kulturerbe und Wasserlandschaft
Boal (Bual) verbindet kulturelle Zeugnisse mit einer Landschaft, die bis zum Wasser des Embalse de Doiras reicht. Die indische Architektur ist ein bedeutendes Kulturerbe der Stadt Boal. Im Gemeindegebiet liegt außerdem die Staumauer des Embalse de Doiras, während sich der Stausee bis in das Gemeindegebiet von Illano erstreckt. Er gehört zur charakteristischen Landschaft Westasturiens. Damit bietet Boal unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise zwischen Stadtgeschichte, regionalen Traditionen, archäologischen Stätten und Aktivitäten am Wasser.
Indische Architektur, Imkerei und Eisenhandwerk
Ein eigener kultureller Schwerpunkt liegt in der indischen Architektur von Boal. Ergänzend richtet die Casa de la Apicultura den Blick auf die Entwicklung der in der Region verwendeten Imkereitechniken im vergangenen Jahrhundert. Die Ausstellung wird durch etwa einhundert alte und moderne Gegenstände zur Imkerei ergänzt, die sich dort befinden. Für Sie entsteht so ein konkreter Einblick in eine regionale Tätigkeit und ihre unterschiedlichen Werkzeuge.
Das Centro de Interpretación de la Artesanía del Hierro dokumentiert die Geschichte und Vermarktung des Eisenhandwerks im Gemeindegebiet von Boal. Dieses Handwerk entwickelte sich besonders im 18. und 19. Jahrhundert. Zusammen mit der Casa de la Apicultura ergibt sich ein Zugang zu zwei unterschiedlichen Bereichen des lokalen Arbeits- und Kulturerbes: der Imkerei und der Verarbeitung von Eisen.
Castro de Pendia: Archäologie mit klarer Orientierung
Der Castro de Pendia und sein geschütztes Umfeld sind seit 2014 als Bien de Interés Cultural anerkannt. Die Anlage wurde in der Eisenzeit zwischen dem 4. und 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet und blieb bis ins 1. Jahrhundert n. unter römischer Herrschaft besiedelt. Wer sich für die ältere Geschichte Asturiens interessiert, findet hier deshalb ein Zeugnis, dessen zeitlicher Rahmen von der Eisenzeit bis in die römische Epoche reicht.
Der Zugang zum Castro de Pendia ist von der AS-12 bei Pendia am Kilometerpunkt 19 ausgeschildert. Anschließend führen 2 Kilometer über eine lokale Straße und 1 Kilometer über einen nicht ausgebauten Weg.
Cova del Demo im Monte Llanteirou
Die Cova del Demo im Monte Llanteirou liegt in den Gemeindegebieten von Boal und Illano und ist als Bien de Interés Cultural anerkannt. In ihrem Inneren befinden sich schematische Darstellungen von Tieren und Menschen, die auf die zweite Hälfte der Bronzezeit zwischen etwa 1500 und 1100 v. datiert werden. Die Verbindung aus Höhlenraum und prähistorischen Darstellungen macht die Cova del Demo zu einem eigenständigen Thema für kulturgeschichtlich interessierte Tage in Boal.
Von Froseira aus ist die Cova del Demo über einen steilen, gut ausgeschilderten Fußweg von etwa 2.000 Metern erreichbar. Der Innenraum ist verschlossen und kann nur mit einer Sondergenehmigung des Kulturministeriums des Fürstentums Asturien besichtigt werden. Für die Planung ist daher zwischen dem beschriebenen Fußweg und der nur unter dieser Voraussetzung möglichen Innenbesichtigung zu unterscheiden.
Routen für verschiedene Tagespläne
Mehrere Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der Paseo Indiano oder die Ruta Real umfasst insgesamt 5,10 Kilometer: 0,50 Kilometer führen zu Fuß entlang des Weges der Könige, weitere 4,60 Kilometer des Abschnitts werden mit dem Fahrzeug zurückgelegt. Die Ruta de Los Castros PR.AS-249 führt von der Casa de la Apicultura zum Castro de Pendia und zu den Tumuli von Penácaros und anschließend zur Casa de la Apicultura zurück.
Die Rundroute Ruta de Penouta beginnt im Ortszentrum von Boal/Bual gegenüber der Kirche und ist etwa 23 Kilometer lang. Die Ruta molíos, cortíos y calieiros verläuft größtenteils durch einheimischen Wald und hat einen ethnografischen Schwerpunkt. Sie können damit zwischen einer längeren Rundroute, einer Route mit archäologischem Bezug und einem Weg wählen, bei dem Wald und traditionelle Kulturlandschaft im Mittelpunkt stehen.
Wasser am Embalse de Doiras
Im Embalse de Doiras sind Schifffahrt, Baden und Angeln möglich. Anlegestellen für Boote gibt es am Puente del Estado und neben der Staumauer. Zusammen mit den Kulturstätten und Routen erweitert der Stausee die Auswahl an Tagesinhalten um Aktivitäten am Wasser. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft für Boal können Sie daher zunächst überlegen, ob Sie den Schwerpunkt auf Stadt- und Regionalgeschichte, archäologische Orte, Waldwege oder den Embalse de Doiras legen möchten.
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