Illano entdecken: Kultur, Landschaft und historische Wege
Illano zwischen Navia-Landschaft und Kulturerbe
Illano verbindet die Landschaft des Navia mit einem vielfältigen Kulturerbe. Der Tejo de Pastur ist als Naturdenkmal der Regierung von Asturien in Illano ausgewiesen. Zum Gebiet Alcornocales de Navia gehören Allande, Illano und Pesoz; dort gibt es Bestände von Korkeichen und Eichen. So treffen Naturbezüge und menschliche Spuren auf engem thematischem Raum zusammen.
Aussichtspunkte und Wege
Der Mirador de Folgueiróu ist über die Regionalstraße AS-12 und das Freizeitzentrum Folgueiróu erreichbar, zwei Kilometer nördlich von Illano. Von dort reicht der Blick über eine von Natur und menschlicher Tätigkeit geprägte Landschaft. Der Mirador de San Esteban de los Buitres bietet Ausblicke auf das Tal des Navia, seine tiefe Felsschlucht und die am östlichen Hang gelegenen Orte des Gemeindegebiets Illano. Der Mirador de Tiracais ist von Llombatín aus zu Fuß erreichbar und öffnet den Blick auf die Mäander des Flusses Navia.
Für eine Wanderung steht die Senda Área Recreativa de San Roque – Dolmen de Entrerríos als 7,1 Kilometer langer Rundweg mit 190 Metern positivem Höhenunterschied zur Verfügung. Die Ruta del Puente Colgante beginnt am Área Recreativa de Folgueiróu an der AS-12 im Gemeindegebiet von Illano. Das Freizeitareal verfügt über ein Bar-Restaurant, einen Kinderbereich, eine Bowlingbahn, ein Fußballfeld, einen Schießstand für Tontaubenschießen, Picknickplätze, ein kommunales Schwimmbad und eine Touristeninformation.
Archäologie und ländliche Spuren
Der Dolmen de Entrerríos ist ein neolithisches Kollektivgrab aus dem Zeitraum zwischen dem 4. und dem 3. Jahrtausend v. Chr. Er gehört zu einer Nekropole mit fünf Grabhügeln und ist mit den Bestattungspraktiken der ersten bäuerlichen Gemeinschaften verbunden. Der Dolmen kann kostenlos besichtigt werden und ist vom Gebiet San Roque oder Navedo aus zu Fuß erreichbar. In San Esteban de los Buitres staffeln sich die Häuser eines als Kulturgut von besonderem Interesse geschützten ethnografischen Ensembles am felsigen Hang; erhöhte Verbindungsgänge, die sogenannten Veiriles, verbinden sie miteinander.
Der Couso de los Lobos de Bustelo ist eine runde Wolfsfanganlage aus Schiefermauerwerk. Die Mauer ist etwa einen Meter stark und zwei bis drei Meter hoch. Nahe dem Ort führt eine ausgeschilderte Abzweigung zu einem anschließend abwärts führenden Waldweg, über den die Anlage zu Fuß erreichbar ist. Die Braña de San Roque bewahrt traditionelle Viehhütten und Einfriedungen und weist weiterhin eine gewisse landwirtschaftliche Nutzung mit Viehhaltung auf.
Kirchen, Paläste und historische Anlagen
Die Iglesia parroquial de Nuestra Señora de Bullaso bewahrt eine Inschrift in visigotischen Buchstaben aus dem 8. bis 10. Jahrhundert, kreisförmig um ein zentrales Kreuz angeordnet. Außerdem enthält sie ein Hauptretabel aus dem 17. Jahrhundert, das den volkstümlichen asturischen Barock repräsentiert. Der Palacio de Monjardín ist um einen von Säulen getragenen, portikusartigen Innenhof angeordnet; seine Hauptfassade besitzt einen Mittelbau zwischen zwei dreigeschossigen Türmen. Der Palacio entstand zwischen dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert, wurde im 18. Jahrhundert umgebaut und 2013 zum Kulturgut von besonderem Interesse erklärt.
Der Castro de El Castelón bewahrt sichtbare Befestigungsanlagen, einen Graben, bis zu vier Meter hohe Mauern und Ruinen von Gebäuden im oberen Siedlungsbereich. Seine Gründung wird wahrscheinlich in die Eisenzeit (vom 4. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.) datiert; die Nutzung dauerte vermutlich bis in die römische Zeit (1. und 2. Jahrhundert n. Chr.) an. Das Santuario de Nuestra Señora de Pastur wurde 1665 in Pastur erbaut, einem gleichnamigen kleinen Ort wenige Kilometer von Illano, der Gemeindehauptstadt, entfernt. Im Inneren befinden sich ein volkstümlich-barockes Retabel, mehrere Skulpturen aus dem 17. Jahrhundert und eine bekleidete Darstellung der Jungfrau von Pastur aus dem 18. Jahrhundert.
Lokale Besonderheiten
Die Iglesia de Santa Leocadia de Illano enthält eine gotische Johannesfigur aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Die Romería de San Roque wird am 16. August in Navedo gefeiert; die Romería de Nuestra Señora de Pastur ist mit Illano verbunden. Als kulinarische Spezialität der Gemeinden am Navia gilt Venera, ein Mandel-Ei-Kuchen. Für die weitere Ortsorientierung können Sie auch Cedemonio aufrufen.
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