Llanera: Jakobsweg, Keramik und Landschaften
Llanera liegt auf halber Strecke zwischen dem Osten und dem Westen Asturiens und ist von Oviedo, Gijón und Avilés gleich weit entfernt. In Llanera verläuft der Camino de Santiago durch das Concejo von Süden nach Norden. Der Weg ist mit gelben Pfeilen und gelben Jakobsmuschelsymbolen auf Fliesen ausgeschildert. Über die mittelalterliche Puente de Cayés führt er durch Llanera und überquert dort den Río Nora. Auf diesem Abschnitt erreicht man außerdem den Aussichtspunkt Alto de la Miranda, von dem aus das Meer sichtbar wird.
Kultur und Geschichte
Am Molín de La Ponte ist das Wehr aus dem 12. Jahrhundert erhalten; die Mühle selbst wurde restauriert. In der Nähe steht die Capilla de La Ponte, eine barocke Kapelle, die Ende des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Iglesia de Santiago in Arlós gehört zu den drei Kulturgütern von Llanera mit dem Status Bien de Interés Cultural. Das gilt ebenso für den Palacio de Villanueva in San Cucao.
Ein anderes Zeugnis der Vergangenheit ist der aufrecht stehende Schornstein der ehemaligen Ziegelei La Sierra. Er ist das einzige noch erhaltene bauliche Zeugnis der lokalen Tradition von Ziegel- und Keramikfabriken, die vom 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bestand. Die Fiesta de los Exconxuraos in Llanera erinnert an ein historisches Ereignis im Concejo de Llanera.
Keramik und örtliche Tradition
Die Ruta de la Cerámica, auch Ruta del Barro de Villayo genannt, beginnt an der Iglesia de Santa Cruz und führt über ländliche Straßen durch Villayo. Der Ort ist für seine Töpfertradition und die lokale Keramikherstellung bekannt. In Villayo wird hochwertige schwarze Keramik hergestellt, darunter Haushaltsgefäße wie Töpfe, Kasserollen und Krüge. An der Wiedergewinnung und Erhaltung dieser örtlichen schwarzen Keramiktradition ist die Escuela Municipal de Cerámica in Posada de Llanera beteiligt.
Landschaft und Wege
Das Wegenetz Rutas Conectadas bietet Wanderwege durch eine abwechslungsreiche Topografie und weite Täler mit natürlichen Aussichtspunkten. Wanderwege in Llanera führen zum Pico Gorfolí. Die Ruta de Mundín eignet sich sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren und führt am Palacio de Villabona sowie an farbenfrohen Wandbildern in der Nähe des Renfe-Bahnhofs in Villabona vorbei.
Die Circular El Fresno verbindet die Routen Circular de Covarones, Ruta de la Cerámica und Ruta Ferroñes–Arlós. Auf der Ruta Circular Covarones sind am Flussufer steinerne Bögen, Höhlen und natürliche Karsterscheinungen zu sehen. Der Mirador de Monteagudo bietet Ausblicke auf das Tal des Noval bei Ferroñes sowie bei klarer Sicht auf den Monte Naranco, die Cordillera Cantábrica und das Kantabrische Meer.
Im direkten Ortsgefüge von Llanera liegt außerdem Lugo De Llanera.
Weitere Aktivitäten
Das Erholungsgebiet Los Covarones verfügt über Parkplätze, Tische und einen Kinderbereich. Der Circuito Fernando Alonso bietet Gruppen ab zehn volljährigen Personen nach vorheriger Reservierung die Möglichkeit zum Kartfahren. Der Campo de Golf La Morgal verfügt über mehr als 50 Übungsabschlagplätze auf Naturrasen.
Auch die regionale Küche gehört zum Jahreslauf: In Llanera kann man das ganze Jahr über im Rahmen gastronomischer Aktionstage oder anlassbezogener Veranstaltungen sowohl traditionelle als auch modernere Zubereitungen finden.
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