Premio in Asturien: Paneras, Gipfel und historische Wege
Kultur zwischen Baukunst und Handwerk
Premio in Asturien ist ein Ort mit klar benennbaren Kultur- und Landschaftsbezügen. In Premio sind reich verzierte paneras im Carreño-Stil erhalten. In Premio wurde 1790 die Talavera-Keramikfabrik Fábrica de Talavera de Premió eingerichtet. Damit stehen ländliche Baukultur und Keramikgeschichte nebeneinander – zwei konkrete Zugänge, wenn Sie einen Ort über seine eigenen Formen und historischen Spuren kennenlernen möchten.
Gipfel und Grenzlinien
Zu den Höhenpunkten von Premio gehören El Picu la Vara und La Peña’l Cuervu. El Picu la Vara ist eine bis zu 427 Meter hohe Erhebung am nordwestlichen Rand von Premio, zwischen El Regueru’l Carreteru und der Grenze zu Les Cruces. La Peña’l Cuervu ist ein 529 Meter hoher Gipfel am nördlichen Rand von Premio und der höchste Punkt des Ortes. La Peña’l Cuervu trennt Premio von Cogollu innerhalb derselben Pfarrei sowie von der benachbarten Gemeinde Llanera. Die Höhen und Grenzlinien geben der Landschaft eine präzise räumliche Ordnung.
Quellen, Bäche und Täler
Zu dieser Ordnung kommen die Wasserläufe. El Regueru Beyu begrenzt Premio auf einem Teil der Gemeindegrenze zu Llanera. El Regueru Garciañes durchquert Premio von Nordwesten nach Südosten zwischen Sienra und Los Tomasinos. El Regueru’l Carreteru begrenzt Premio auf der Westseite. Die Landschaft von Premio ist durch zahlreiche Quellen und Bäche geprägt, die zum El Ríu Ferreres abfließen und in dem lehmigen Gelände tiefe Täler bilden. Wer beim Reisen auf natürliche Linien und Geländeformen achtet, erhält hier ein Bild, das über einzelne Gipfel hinausreicht.
Ein flacher Landwirtschaftsraum und historische Wege
Die Straße AS-314 beschreibt einen weiteren klaren Bezug. Die AS-314 verbindet La Ponte Peñaflor mit Santa Cruz in Llanera. Die AS-314 durchquert den flachsten, landwirtschaftlich genutzten Teil von Premio. Für die eigene Reiseplanung bietet Premio damit unterschiedliche thematische Anknüpfungspunkte.
Ein historischer Wegzweig von Uviéu über Brañes, Premio und La Peral in Richtung Pravia und des Camino Real de la Costa wird in einer Studie zu den mittelalterlichen Wegen Asturiens verortet. Dieser historische Bezug spricht besonders Reisende an, die Ortsnamen, Landschaft und Geschichte in einem größeren asturischen Zusammenhang lesen möchten.
Überlieferungen rund um Premio
Eine lokale Überlieferung erzählt von winzigen Zwergen mit roten Mützen, die den Bach bei Casadonga überquerten. La Venta ist der Name eines Hauses neben El Camín Real; den Bewohnern zufolge befand sich dort früher eine Poststation. Die Erzählung bringt einen märchenhaften Akzent in die Ortsgeschichte, während La Venta mit einer früheren Nutzung verbunden ist. So begegnen Ihnen in Premio neben geografischen Namen auch mündliche Überlieferungen und Erinnerungen an vergangene Funktionen.
Weitere Reiseziele: Tuiza de Abajo, Carraluz, Camuño, Ricabo, La Robellada, Cuadroveña, La Vega, Cabo Peñas.
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