Degaña – Berglandschaft, historische Wege und Kultur

Berglandschaft zwischen Degaña und Cerredo

Degaña verbindet eine markante Berglandschaft mit historischen Wegen und regionaler Kultur. Der Degaña-Teil des Naturparks Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias weist hohe Bergketten und grüne Täler auf, die für die Landschaft der Kantabrischen Kordillere charakteristisch sind. In diesem Gebiet finden sich Eichenwälder sowie Birken, Eiben und Stechpalmen; zur bedrohten Tierwelt zählen Braunbären, Wildkatzen und Auerhühner. Diese Landschaft bildet den Rahmen für Wanderungen, Aussichtspunkte und Orte mit regionaler Geschichte.

Im Umfeld von Degaña liegt das Erholungsgebiet Puerto Cerredo auf einer alpinen Wiese nahe Cerredo. Auf 1.341 Metern Höhe bietet es Ausblicke auf Peña Mayor und das Tal des Flusses Cerredo.

Wanderungen mit Natur- und Bergbaugeschichte

Por Donde Camina el Oso ist eine 19,6 Kilometer lange, leichte GR-203-Wanderetappe von Sisterna nach Zarréu in Degaña und führt durch jahrhundertealte Eichen- und Kastanienwälder. Tafeln informieren dort über einige römische Bergbaugruben, in denen mit Wasser nach Gold gesucht wurde. Wald und Bergbaugeschichte liegen hier somit auf einem gemeinsamen Streckenverlauf.

Eine deutlich anspruchsvollere Route ist die Senda Moura: Die 21,06 Kilometer lange, sehr schwierige Bergroute führt durch das Tal der Cunqueiros im Naturpark Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias. Sie erreicht den Aussichtspunkt Alto El Campillo mit Blick über das von Bergen und Wäldern umgebene Tal von Degaña. Zugleich folgt sie einer historischen Route. Zunächst diente diese dem Transport des in El Corralín gewonnenen Goldes, später als Handelsweg der Cunqueiros. Die Holzhandwerker verkauften ihre Holzprodukte in Kastilien und Extremadura. Länge, Schwierigkeit, Aussicht und Geschichte prägen hier denselben Weg.

Auch die Radtour von Degaña nach Teverga beginnt mit einem Anstieg: Ihr erster Abschnitt führt über 12 Kilometer auf der AS-15 bergauf zum Puerto de Cerredo.

Cerredo und Degaña als Kulturorte

Historische Zeugnisse finden sich auch in Cerredo. Die Kirche Santa María de Cerredo steht im ursprünglichen Ortskern und ist im Fürstentum Asturien als BIC-Denkmal ausgewiesen. Sie besitzt eine seltene hölzerne Kassettendecke in Mudéjar-Tradition mit roter und schwarzer Dekoration. Ortskernlage, Denkmalausweisung und die farbige Holzdecke geben dem Bauwerk ein klar umrissenes kulturhistorisches Profil.

Im Umfeld von Degaña befindet sich Casa Florencio, ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit einem mit Schiefer gedeckten Hórreo und einer Kapelle auf demselben Anwesen. Casa Florencio dient als Ausstellungssaal und beherbergt ein Interpretationszentrum der Red Natural de Asturias (Rena). Herrenhaus, Hórreo und Kapelle stehen damit in einer gemeinsamen Anlage.

Die Hauptstadt von Degaña bewahrt eine sehenswerte Altstadt mit mehreren Ortsteilen, traditionellen eingeschossigen Gebäuden und Toranlagen. Durch diese Toranlagen wurde früher das Vieh geführt. In Degaña kann man außerdem noch die Kunst der Cunqueiros, der Holzhandwerker, kennenlernen.

Weitere Ortsziele: Tablado.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Degaña.

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