Inguanzo zwischen Höhlenkunst und Sierra del Cuera
Unterkünfte in Inguanzo
Höhlenkunst und gelebte Tradition
Inguanzo ist ein Ort, an dem sich prähistorische Kunst, asturisches Kulturerbe und markante Wege verbinden. Die Cueva de El Bosque ist als Bien de Interés Cultural geschützt und wegen ihrer paläolithischen Felskunst als UNESCO-Welterbe anerkannt. Im Inneren befinden sich drei Tafeln mit paläolithischen Wanddarstellungen, die auf das mittlere Magdalénien datiert werden: die Tafeln der Zeichen, des Auerochsen und der Ziegen. Einen festen Termin im Jahreslauf bildet der 17. Januar: An diesem Tag feiert Inguanzo das Fest San Antón, das auch als San Antonio Abad bekannt ist.
Paläste und Häuser mit eigener Formensprache
Die Baugeschichte des Ortes zeigt sich besonders am Palacio del Mayorazgo de Inguanzo. Der Palast und sein geschütztes Umfeld wurden 1994 als Bien de Interés Cultural eingestuft. Das herrschaftliche Gebäude stammt aus dem späten 17. und dem frühen 18. Jahrhundert, ist zeitlich dem Barock zuzuordnen und zugleich deutlich von Formen der Renaissance geprägt. Sein kompakter rechteckiger Baukörper hat zwei Geschosse und keinen Innenhof.
Eine weitere markante Adresse ist die Casona de La Corralada. Der Herrenhaus-Palast aus dem 17. Jahrhundert besitzt einen quadratischen Grundriss und eine kubische Struktur. Dazu kommen ein Walmdach und ein angrenzender Hórreo. An der Seitenfassade befinden sich ein großes barockes Wappen und darunter eine muschelförmige Schießscharte. Unter dem Inventarcode IPCA-EI-08-25 gehört die Casona de La Corralada zum Kulturerbeinventar Asturiens.
Die Iglesia de Santa Cruz de Inguanzo
Zur historischen Ortskulisse gehört auch die Iglesia de Santa Cruz de Inguanzo, eine ländliche Barockkirche aus dem Jahr 1780. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; die Kirche besitzt ein einziges Schiff und ein offenes Querhaus. Die Iglesia de Santa Cruz de Inguanzo befindet sich in einem guten Erhaltungszustand, sodass sich an ihr sowohl die zeitliche Einordnung als auch die klare architektonische Anlage ablesen lassen.
Weg durch den Wald zur Sierra del Cuera
Inguanzo ist erreichbar, nachdem man über die Estazadas in Richtung des Casaño-Tals hinabgestiegen ist. Eine besondere Verbindung zwischen Landschaft und Ortsgeschichte bietet die Ruta de los Artistas de la Covaciella. Sie führt, nachdem die Brücke überquert wurde, die Berodia und Inguanzo mit der Hauptstraße des Gemeindebezirks verbindet, über einen alten Weg durch den Wald nach Inguanzo. Auf dem weiteren Verlauf nach Inguanzo liegt der Weg nahezu horizontal am Berghang und bietet Ausblicke auf die Sierra del Cuera. So stehen neben der Höhle und den historischen Gebäuden auch Wald, Hanglage und Bergpanorama im Mittelpunkt der Ortswahrnehmung.
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