Abaniella entdecken: Goldbergbau, Kirchen und Wege in Allande
Unterkünfte in Abaniella
Abaniella und die Spuren des Goldes
Abaniella gehört zu den römischen Goldtagebauen im Mineralgürtel Pola de Allande–Navelgas. Die römischen Abbaustätten Iboyo–Abaniella gelten als außergewöhnliches Beispiel für unterirdischen Bergbau. So bildet die Bergbaugeschichte einen markanten Bezugspunkt des Ortes und seiner Umgebung. Im nahe gelegenen Castro de San Chuis beginnt die Besiedlungsfolge im 8. Jahrhundert v. Chr.; eine römische Präsenz ist dort ab der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. im Zusammenhang mit intensivem Goldbergbau in den umliegenden Lagerstätten belegt.
Das Castro de San Chuis ist eine der am umfangreichsten ausgegrabenen befestigten Siedlungen Asturiens und als Kulturgut von besonderem Interesse des Fürstentums Asturien geschützt. Ein Weg zur nahe gelegenen archäologischen Stätte zweigt von der Straße ALL-2 ab, führt nach San Martín de Beduledo und verläuft anschließend durch schattige Wälder bis zum auf der Anhöhe gelegenen Fundort. Die ALL-2 ist als Straße Riovena–Iboyo geführt und vermerkt außerdem einen Abzweig nach Abaniella.
Ländliche Baukunst in San Juan de Villaverde
Ein weiterer kultureller Bezugspunkt ist die nahe gelegene Kirche San Juan de Villaverde. Sie ist ein ländlicher, spätromanischer Bau, der nicht vor dem 13. Jahrhundert entstanden ist. Ihr westliches Hauptportal besitzt einen Rundbogen, der auf Säulen mit gemeißelten Kapitellen ruht. Zur Ausstattung gehören außerdem ein lebensgroßes gotisches Kruzifix und Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben Christi und Johannes des Täufers. Architektur, Skulptur und Malerei treten hier auf engem Raum gemeinsam hervor.
Wege durch Allande und der Nachthimmel
Allande bietet neben den archäologischen Wegen auch einen klaren Bezug zum Camino Primitivo. Die Ruta de las Estrellas ist ein 6 Kilometer langer Abschnitt des Jakobswegs, der sich zur Beobachtung des Nachthimmels eignet. Eine längere Etappe des Camino Primitivo führt von Pola de Allande nach Berducedo: Sie ist 17,4 Kilometer lang, verläuft vollständig durch Allande und umfasst den Aufstieg zum Alto del Palo.
Auch Museen erweitern den kulturellen Radius rund um Abaniella. Das Centro de Recepción de Visitantes Alejandro Casona ist ein Museum in der näheren Umgebung von Abaniella. Das Wine Museum of Cangas del Narcea und das Museo del Vino sind Museen in der Umgebung von Abaniella. Im weiteren regionalen Umfeld liegt das Museo de Arte Sacro de Tineo, ebenfalls ein Museum. Im weiteren regionalen Umfeld von Abaniella liegt außerdem der Naturpark Somiedo.
So führen die Wege von Abaniella zu unterschiedlichen konkreten Schauplätzen: zur befestigten Siedlung auf der Anhöhe, durch schattige Wälder nach San Martín de Beduledo, zu einer spätromanischen Dorfkirche und auf Abschnitten des Camino Primitivo durch Allande. Zusammen mit den Museen und den römischen Goldtagebauen entsteht ein Reiseziel, dessen Besonderheiten vor allem in der Verbindung von ländlicher Kulturlandschaft, Archäologie, Kirchenkunst und Wegerlebnissen liegen.
Weitere Orte in Allande
Cereceda, San Martín De Beduledo, Ferroy, San Salvador
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