Villel am Turia: Schluchten, Wege und Geschichte
Unterkünfte in Villel
File:Villel de Mesa, Guadalajara, España, 2018-04-06, DD 08.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Villel liegt am Fluss Turia und verbindet eine Flusslandschaft mit der Nähe zur Sierra. Diese Verbindung zeigt sich in den Wegen durch Schluchten und mediterrane Landschaften ebenso wie in den historischen Orten des Dorfes. Wer Villel besucht, kann daher Naturerlebnisse mit Burggeschichte, Wallfahrtstraditionen und Einblicken in die frühere Lebenswelt verbinden.
Schluchten und Wege rund um Villel
Eine markante Wanderverbindung ist die GR-10-Etappe durch den Barranco del Tranco. Sie verbindet Villel im Turia-Tal mit dem Ort Rubiales und durchquert dabei eine spektakuläre, in Kalkstein eingeschnittene Schlucht. Die Etappe Villel–Rubiales ist als Sendero Turístico de Aragón katalogisiert und inventarisiert. Damit gehört sie zu den Wegen, deren Verlauf und Charakter in der aragonesischen Wanderlandschaft festgehalten sind.
Ein anderer Schwerpunkt ist der Sendero del Agua de Villel. Er ist für das Begehen zu Fuß und nicht für das Radfahren vorgesehen. Der Weg führt durch von Gips und Ton geprägte Reliefformen, Buschland und den engen Barranco del Tranco. Der dortige Abschnitt ist mit Metallstufen und Handläufen ausgestattet, die zur Überwindung des Höhenunterschieds dienen. Der Sendero del Agua de Villel endet oder verbindet sich mit dem Umfeld des Santuario de la Fuensanta; mediterraner Wald prägt den Abschluss des Weges.
Fuensanta zwischen Natur und Geschichte
Das Santuario de la Virgen de la Fuensanta ist ein Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Auch die Route Tramacastiel–Villel führt durch Berglandschaften mit vielfältiger mediterraner Natur und eignet sich für kontemplatives Radfahren. Sie endet am Santuario de la Virgen de la Fuensanta. So treffen an diesem Ziel unterschiedliche Formen der Fortbewegung und verschiedene Landschaftsbilder aufeinander, ohne dass der religiöse und historische Charakter des Ortes verloren geht.
Zu den früheren Bestandteilen des Heiligtums gehören die ehemaligen Stallungen von La Fuensanta. Sie dienen heute als überdachter Picknickbereich. Die historische Funktion des Ortes bleibt dabei in der Bezeichnung erkennbar, während seine heutige Nutzung einen konkreten Bestandteil des Aufenthalts am Heiligtum bildet.
Burg, Ortsgrundriss und lokale Erinnerung
Die Burg von Villel (Castillo de Villel) war mit dem Templerorden verbunden. Vom Castillo de Villel bietet sich ein weiter Panoramablick auf den Fluss, die Berge und die Villel umgebende Landschaft. Die Portales del Castillo de Villel umfassen drei historische Zugänge. Sie schützten den Ort nach dem Bau der Burg und konnten bei Bedrohung geschlossen werden. Ein Besuch dieser Zugänge hilft, den historischen Ortsgrundriss von Villel zu verstehen.
Zur lokalen Geschichte gehört auch die Herstellung von Espadrillen. In Villel gab es Menschen, die Espadrillen herstellten und sie anschließend in Teruel verkauften, um Mehl zu kaufen und den Familienunterhalt zu sichern. Die Wallfahrten zur Fuensanta zogen historisch jährlich die Orte Villel, Aldehuela, Bezas, El Campillo, Cascante del Río, Castralvo, Caudé, Cubla, Jabaloyas, Libros, Rubiales, Teruel, Tramacastiel, Valacloche, Villaspesa, Villastar, Cella und Gea de Albarracín an.
Weitere Reiseziele: El Castellar, Ojos Negros, Andorra, Calamocha, San Agustín, Obón, Albentosa und Cedrillas.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.
