San Blas bei Teruel: Canyon, Natur und frühe Geschichte
Unterkünfte in San Blas
File:Ermita de San Blas (Cantavieja, Teruel).jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Zwischen Guadalaviar-Canyon und historischen Spuren
San Blas, ein Stadtteil von Teruel, verbindet am Camino Natural del Guadalaviar Flusslandschaft, Canyon und historische Spuren. Der Weg verläuft zwischen San Blas und dem Embalse del Arquillo durch den Canyon des Flusses Guadalaviar. Am Stadtrand von San Blas beginnt er auf einer Freifläche mit einer Informationstafel und den ersten Stegen neben den Resten einer alten Mühle. Die Abfolge aus Freifläche, Tafel, Stegen und Mühlenresten gibt dem Ausgangspunkt eine klar erkennbare Form.
Im felsigen Canyon führt der Camino Natural del Guadalaviar über bis zu acht aufeinanderfolgende Holzbrücken. Dort sind außerdem die Reste einer kleinen, aufgegebenen mittelalterlichen Staumauer erhalten. Die obere Variante des Weges steigt auf einem Zickzackweg etwa 100 Meter an und bietet Ausblicke auf von Wacholder bestandene Hänge und Getreideebenen. So lassen sich auf engem Raum unterschiedliche Landschaftsbilder wahrnehmen: der felsige Flusslauf im Canyon und die weiter geöffneten Hänge und Ebenen der oberen Strecke.
Auch die Natur entlang des Guadalaviar ist konkret greifbar. Im Canyon kommen unter anderem Steinadler, Schmutzgeier und Gänsegeier vor. Die Talsperre des Embalse del Arquillo de San Blas gibt kontinuierlich Wasser ab, um den für die Erhaltung der Flussbiodiversität erforderlichen Abfluss sicherzustellen. Der Camino Natural del Guadalaviar endet mit Blick auf den Sabinar de San Blas, der als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) ausgewiesen ist. Für die Orientierung am Fluss ist zudem der Paseo Fluvial relevant: Im November 2025 schloss das Ayuntamiento de Teruel die Instandsetzungsarbeiten zwischen der Fuente de la Señorita im Stadtteil San Blas und dem Embalse del Arquillo ab. Ziel waren bessere Nutzungsbedingungen, mehr Sicherheit und eine verbesserte Instandhaltung.
Archäologie, Verkehrswege und Astronomie
San Blas reicht geschichtlich weit zurück. Ein Bifaz aus Quarzit aus den Terrassen über dem Fluss Guadalaviar bei San Blas wird dem frühen Acheuléen des Altpaläolithikums zugeordnet und auf ein Alter von etwa 300.000 Jahren datiert. Die Bifazien von San Blas gelten als die erste dokumentierte menschliche Besiedlung in der heutigen Provinz Teruel und werden traditionell dem Altpaläolithikum zugeordnet. Hinzu kommen die römischen Meilensteine von San Blas, die Beispiele für Elemente zur Kennzeichnung antiker Verkehrswege sind. Das Observatorio astronómico de San Blas wird von der Agrupación Turolense de Astronomía „Actuel“ verwaltet, gehört der Regierung von Aragón und befindet sich auf dem Gelände des Instituto Público Integrado de Formación Profesional im Stadtteil San Blas von Teruel.
Eine BTT-Route durch die Flussaue
Für Radreisende ist eine ausgeschilderte BTT-Route von El Campillo nach Villaspesa beschrieben. Sie führt über Teruel zum Stadtteil San Blas, verläuft anschließend durch die Aue des Flusses Guadalaviar und führt weiter nach Teruel. Zum kommunalen BTT-Programm mit der Route El Campillo–Villaspesa gibt es Routenbeschreibungen, GPX-Dateien und vier Informationstafeln. Der Fischereibereich San Blas am Fluss Guadalaviar erstreckt sich über 12 Kilometer von der Talsperre des Embalse del Arquillo bis zum Zusammenfluss von Guadalaviar und Alfambra.
Weitere Ziele: Camarena De La Sierra, El Vallecillo, La Fresneda, La Ginebrosa, Nogueruelas, Albentosa, Villel, Lledó.
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