Arro: Torre, Kirche und Wallfahrt

File:W1961-Arro 88162.JPG File:W1961-Arro 88162.JPG Foto: Llann Wé² via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Arro zwischen Turm, Kirche und Weitblick

Arro ist ein Ort, dessen markante Bauwerke unmittelbar Orientierung geben: Die Torre de casa la Abadía steht im höher gelegenen Teil der Siedlung an der einzigen Straße des Ortes. Zugleich dient der Platz in Arro als Aussichtspunkt und bietet einen schönen Blick über Sobrarbe. Wer unterwegs kulturelle Einzelheiten und religiöse Traditionen sucht, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.

Die Torre de casa la Abadía

Die Torre de casa la Abadía ist als Bien de Interés Cultural (BIC) in der Kategorie Monument eingestuft. Ihre Form lässt sich ungewöhnlich präzise beschreiben: Sie hat einen runden Grundriss und ragt über das Satteldach des Wohnhauses. Zwei zylindrische Baukörper mit unterschiedlichem Durchmesser bilden den Turm; eine Kante trennt sie voneinander. Für die Betrachtung vor Ort lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Silhouette zu achten, sondern auch auf das Verhältnis der beiden Körper zum Dach.

Kirche und Glockenturm

Im Zentrum von Arro befindet sich die Iglesia de la Asunción. Das Gebäude besteht aus Bruchsteinmauerwerk und besitzt ein rechteckiges Langhaus, einen gerade abschließenden, nach Osten ausgerichteten Chor sowie je zwei Kapellen an beiden Seiten. Ergänzend ähnelt der Glockenturm der der Himmelfahrt der Jungfrau Maria gewidmeten Pfarrkirche von Arro dem Glockenturm von Aínsa.

Architektur im Ortsbild

Auch kleinere architektonische Details gehören zum Ortsbild. Zur volkstümlichen Architektur von Arro zählen mehrere Schornsteine des altoaragonesischen Typs. Sie lenken den Blick auf ein Merkmal, das nicht in einem einzelnen Monument gebündelt ist, sondern in mehreren Schornsteinen des Ortes sichtbar wird. Wer gern auf Formen, Materialien und Dachlinien achtet, kann den Rundgang damit um eine zweite Maßstabsebene ergänzen.

Orientierung rund um Arro

Für die räumliche Orientierung rund um Arro ist außerdem Casa Lanao ein klar benannter Bezugspunkt: Das Haus liegt am Ortsrand. Es ist über eine asphaltierte Piste erreichbar, die von der Straße zwischen Arro und Aínsa abzweigt.

Die Ermita de la Virgen de los Dolores

Auch die Ermita de la Virgen de los Dolores ist über die Straße zum Kloster San Victorián erreichbar, die in der Nähe von Arro beginnt. An der Ermita de Nuestra Señora de los Dolores fällt die halbkreisförmige Apsis auf: Sie ist aus Bruchsteinmauerwerk errichtet und mit einem Ofengewölbe überdeckt. Die Straße zum Kloster und die baulichen Formen der Apsis setzen dabei unterschiedliche Akzente: einmal die Lage nahe Arro, einmal das Detail des Mauerwerks.

Wallfahrt vor Karfreitag

Ein besonderer Termin verbindet die Ermita mit dem religiösen Leben mehrerer Orte: Am Freitag vor Karfreitag findet an der Ermita de la Virgen de los Dolores eine Wallfahrt statt. Daran nehmen Einwohner von Arro sowie aus mehreren Orten von La Fueva teil. Bei der Wallfahrt werden eine Messe gefeiert, die Fluren gesegnet und Almosen verteilt.

Weitere Orte, die Sie auf dem Portal entdecken können: Yaso, Riglos, Seira, Ibieca, El Humo de Muro, Laspaúles, Abizanda, Torrente.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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