Seira zwischen Fernweg und Kulturerbe
File:Portón de acceso a Casa Seira de Castejón de Sos.jpg
Foto: Azahara00 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wandern mit klaren Wegpunkten
Seira lässt sich über zwei eng miteinander verbundene Seiten entdecken: als Ort am Verlauf eines Fernwanderwegs und als Ort mit Bauwerken, technischen Zeugnissen und prähistorischem Kulturerbe. Der GR 15 Senda Prepirenaica führt durch Seira. Die insgesamt 100 km lange Strecke verläuft von Acumuer nach Pont de Suert (Lérida) und ist in zehn Etappen gegliedert. Damit steht im Ort ein klar benannter Fernweg neben Zielen, die sich in und um Seira auf unterschiedliche historische Zeiten beziehen.
Eine ortsbezogene Wanderung trägt den Namen „De Seira a Chía“. Sie beginnt am Rathaus von Seira, überquert den Ésera und führt durch den oberen Teil des Ortes zur Cruz. Der Startpunkt am Rathaus und der weitere Verlauf durch Seira geben dieser Route einen unmittelbar ortsbezogenen Charakter: Der Weg setzt nicht nur einen Landschaftspunkt, sondern führt auch durch den Ort selbst.
Auf der Route „De Seira a Chía“ liegt außerdem Fuen d’Escanarell. Von dort bestehen Ausblicke auf den Congosto de Ventamillo und einen Teil der Bal de Benás. Die Route verbindet dadurch ihren Verlauf von Seira zur Cruz mit einem ausdrücklich benannten Aussichtspunkt und zwei Landschaftsräumen, die sich von Fuen d’Escanarell aus zeigen.
Kirchen, Technik und frühe Geschichte
Am Ortseingang von Seira steht die Iglesia de la Inmaculada Concepción. Die Kirche ist in volkstümlicher Bauweise aus Mauerwerk errichtet und besitzt einen zweibogigen Glockengiebel. Einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte bietet das Museo de la Electricidad: Dort sind ein Francis-Turbinenlaufrad, ein Regelwiderstand und mehrere Arten von Transformatoren zu sehen. Zum Bestand gehört außerdem ein Pferdewagen, der von einer Werksbrigade des Unternehmens verwendet wurde.
Etwa 3 km von Seira entfernt liegt das Monasterio de San Pedro de Tabernas an der Lokalstraße nach Barbaruens. Erhalten ist die Kirche, die Ende des 16. Jahrhunderts errichtet wurde und den einzigen erhaltenen architektonischen Rest des Klosters bildet. Für den Besuch der Kirche muss der Schlüssel bei den Eigentümern des Privatgrundstücks angefragt werden. So gehört zu diesem Ziel neben der Baugeschichte auch eine konkrete Besuchsregel.
Nahe Seira befindet sich außerdem das Dolmen de Seira, ein bronzezeitliches Kollektivgrab. Es zeichnet sich durch seine Errichtung aus großen Granitblöcken aus. Im weiteren regionalen Umfeld liegen die Kirche Esglesia de Sant Esteve de Ginast, die Kirche Pilaret de Sant Urbà und die Kirche Esglesia de Sant Climent. Die drei Kirchen erweitern den kulturellen Radius über die unmittelbaren Ziele von Seira hinaus.
Gipfel in der Umgebung
Auch mehrere Gipfel sind mit Seira räumlich verbunden. Der Tozal de la Pardina, der Pico Baciero und die Peña Madrid liegen in der näheren Umgebung von Seira. Die Punta del Regal de la Neu liegt in der Umgebung des Ortes. Zusammen mit den genannten Wegpunkten entsteht ein Bild, in dem Wanderroute, Aussicht und umliegende Gipfel unterschiedliche Facetten derselben Landschaft benennen.
Weitere Orte im selben übergeordneten Raum finden Sie bei Martillué, Mondot, Ligüerre De Ara, Hecho, Abiego, Borau, Arguisal und Igriés.
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