Aísa: Bergwege, Natur und Geschichte
Der GR 15 Jasa–Aísa ist eine 5,7 km lange Wanderroute und dauert zwei Stunden.
Natur
Aísa liegt südlich des Pico de Aspe und ist Teil des Parque Natural de los Valles Occidentales. Das Valle de Aísa öffnet sich entlang des Flusses Estarrún, eines Nebenflusses des Aragón. Im mit Aísa verbundenen Schutzgebiet sind 179 Arten vertreten, darunter der Bartgeier (Gypaetus barbatus) und der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos). Flusslauf, Schutzgebiet und Tierwelt geben der Landschaft mehrere deutlich erkennbare Facetten.
Wandern
Von Aísa führt der GR 15 zunächst bergab zum Molino de Aísa, überquert den Fluss Estarrún und steigt anschließend zum Collado de la Loma de Aísa an. Der Weg verbindet damit den Ausgangsort, eine historische Mühle, den Fluss und einen Pass in einer festgelegten Abfolge. Routenlänge und Dauer beantworten bei der Planung unterschiedliche Fragen: Die Kilometerzahl beschreibt den Wegumfang, die Stunden den zeitlichen Rahmen. Beides gehört zur Einschätzung einer Wanderung, bezeichnet aber nicht denselben Aspekt.
Der Sendero de Abi überquert ebenfalls den Fluss Estarrún, führt durch einen Buchenwald und erreicht die Cueva de Abi. Diese Höhle diente Hirten und früheren Bewohnern dieser Täler als Zuflucht. Der Ausgangspunkt des Sendero de Abi ist mit dem Auto erreichbar: Die asphaltierte Straße führt durch Aísa das Tal hinauf, anschließend biegt man an der ausgeschilderten Zufahrt zum Erholungsgebiet Abi ab. Wegverlauf, Buchenwald und Höhle bilden dabei die prägenden Stationen dieses Pfades.
Im Valle de Aísa gehört Gleitschirmfliegen zu den Outdoor- und Sportaktivitäten. Zusammen mit den beiden Wanderrouten reicht das Spektrum der Aktivitäten vom Weg durch die Landschaft bis zum Flugsport.
Geschichte und Kultur
Viele Häuser in Aísa sind in der traditionellen Bergarchitektur gut erhalten. Zur Geschichte des näheren Umfelds gehören außerdem das Castillo de Candanchú und das Hospital de Santa Cristina. Das Castillo de Candanchú wurde im 13. Jahrhundert auf einem isolierten, 1.565 m hohen Felsen errichtet, um Verteidigungszwecken zu dienen und Zölle zu erheben. Das Hospital de Santa Cristina entstand gegen Ende des 11. Jahrhunderts am Fuß des Somport, um Pilger aufzunehmen und ihnen die Mühen der Reise zu erleichtern.
Im Umfeld der Gemeinde Aísa wurde eine alte Römerstraße im 11. Jahrhundert als Pilgerweg nach Santiago de Compostela genutzt. Architektur im Ort, eine mittelalterliche Festung, ein Hospital am Somport und der historische Weg stehen damit für unterschiedliche Formen von Bau- und Reisegeschichte.
Feste
In Aísa werden Virgen de Agosto und San Roque am 15. und 16. August begangen.
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