Fanlo zwischen Pyrenäenkultur und dem Añisclo-Canyon

File:OTOÑO EN FANLO - panoramio.jpg File:OTOÑO EN FANLO - panoramio.jpg Foto: Manuel Velazquez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Steinhäuser und historische Höfe

Fanlo zeigt ein markantes Pyrenäenbild mit Steinhäusern, Dächern aus lokalem Schiefer und typischen Pyrenäenkaminen. Zu diesem Ortsbild gehört die gotische Kirche der Heiligen Drei Könige, die früher eine Kollegiatkirche war. Auch zwei Hofhaus-Ensembles setzen historische Akzente: Casa Ruba ist in das 16. Jahrhundert datiert und besitzt einen runden Wehrturm. Bei Casa del Señor lässt sich der Turm vermutlich ebenfalls ins 16. Jahrhundert datieren; am Portal steht die Jahreszahl 1586.

San Úrbez: Kapelle, Brücke und Wallfahrt

Zur Kapelle San Úrbez finden jedes Jahr vier Wallfahrten statt: am 1. Mai, am Dienstag der Pfingstoktav, am 14. September und am 15. Dezember, dem Tag des Heiligen. Die Wallfahrtstermine verteilen sich auf das Jahr und verbinden zwei feste Kalendertage mit dem Dienstag der Pfingstoktav sowie dem Tag des Heiligen am 15. Dezember. Die in einer Kalksteinhöhlung angelegte Felskapelle ist über eine Treppe erreichbar, nachdem Sie die Brücke San Úrbez zu Fuß überquert haben. Brücke, Treppe und Kapelle verbinden den Weg mit dem religiösen Ziel.

Wanderziele im Umfeld von San Úrbez

Das Umfeld von San Úrbez ist Ausgangspunkt mehrerer Wanderwege. Die Wege führen zur Brücke über die Flüsse Bellos und Aso sowie nach Sercué, La Ripareta und La Fuen Blanca. Die genannten Ziele reichen dabei von den beiden Flussbrücken bis zu den Orten und Landschaftszielen Sercué, La Ripareta und La Fuen Blanca. San Úrbez verbindet damit eine Felskapelle und Wallfahrtstradition mit mehreren konkreten Zielen im Gelände.

Nationalpark und Wald der Pardina del Señor

Ein bedeutender Teil des Gemeindegebiets von Fanlo liegt im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, hauptsächlich im Añisclo-Canyon. Neben der Straße zwischen Fanlo und Sarvisé beginnt ein Weg durch den Wald der Pardina del Señor. Der Wald trägt außerdem die Bezeichnung Pardina Ballarín.

Ausblicke ab Nerín und ein winterlicher Akzent

Der Service „Miradores de Ordesa en autobús“ führt vom Ort Nerín über eine für den allgemeinen Verkehr gesperrte Piste bis auf 2.150 Meter Höhe. Außerdem bietet der Service eine vierstündige Busroute mit Ausblicken auf den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido. Startort, Höhenziel und Routendauer geben dieser Unternehmung einen deutlich anderen Charakter als die Wege im Umfeld von San Úrbez. Die Kombination aus Startort, gesperrter Piste, Höhenziel und vierstündiger Route beschreibt die Unternehmung mit konkreten Eckpunkten für die Tagesplanung.

Ein weiterer Bezug zu Wintersport ist mit dem „Espacio Nórdico Fanlo Valle de Vió“ verbunden. Das Zentrum ist mit einer Vereinbarung der Federación Aragonesa de Montañismo mit den Nordischen Zentren Aragoniens verbunden; für FAM-Mitglieder sind dort 10 % Rabatt auf Skipässe und die Miete von Ausrüstung, einschließlich Schneeschuhen, vorgesehen.

Weitere Orte entdecken: Oncins, Canfranc, Yaso, Barbenuta, Azanúy, Siétamo und Borau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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