Candanchú: Skigebiet, Wege und mittelalterliche Geschichte

File:22889 Candanchú, Huesca, Spain - panoramio (1).jpg File:22889 Candanchú, Huesca, Spain - panoramio (1).jpg Foto: José Ibáñez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Candanchú verbindet einen auf 2.400 Metern gelegenen höchsten Skibereich mit ausgewiesenen Routen und historischen Stätten. Der höchste Skibereich liegt an der Tuca Blanca. Die Tuca Blanca liegt am Fuß des Pico Aspe und ist von großen felsigen Bergen umgeben; Candanchú ist nach Nordwesten ausgerichtet. Candanchú verbindet dabei alpine Landschaft, Wintersport und historische Wegverbindungen.

Winter

Zu den Skigebieten von Candanchú gehört Pista Grande. Das Gebiet ist bei Skifahrern besonders beliebt, die dort das Skifahren erlernen. Darüber hinaus verfügt das Skigebiet Candanchú über drei Langlaufloipen. Eine weitere winterliche Möglichkeit bietet die Rodelpiste in Candanchú, die für alle geeignet ist. Das Wintersportangebot umfasst damit Skifahren, Langlauf und Rodeln, wobei jede Aktivität mit einem konkret benannten Bereich oder einer eigenen Strecke verbunden ist. Die Tuca Blanca steht dabei für den höchstgelegenen Bereich, während Pista Grande, die Langlaufloipen und die Rodelpiste unterschiedliche Formen des Wintersports am selben Ort sichtbar machen.

Routen

Neben den Wintersportangeboten führen mehrere ausgewiesene Wege nach, von oder durch Candanchú. Die erste Etappe des aragonesischen Jakobswegs führt von Candanchú nach Jaca und ist als GR 65.3 ausgewiesen. Auf dem GR 11 führt die dritte Etappe von der Schutzhütte Refugio de Lizara nach Candanchú. Die vierte Etappe des GR 11 führt von Candanchú durch das Tal Canal Roya zu den Ibones de Anayet und weiter über Formigal nach Sallent de Gállego. Auf der GR-11-Route nach Candanchú werden am Pass Tuca Blanca die ersten Skilifte des Skigebiets Candanchú erreicht. Jakobsweg und GR 11 umfassen unterschiedliche Ausgangs- und Zielorte sowie benannte Landschaftspunkte. Der Jakobsweg verbindet Candanchú mit Jaca, während die beiden GR-11-Etappen den Ort mit dem Refugio de Lizara, Canal Roya, den Ibones de Anayet, Formigal und Sallent de Gállego verknüpfen.

Geschichte

Zur Geschichte von Candanchú gehört die mittelalterliche Burg, die 1 km südlich von Candanchú am ehemaligen Weg nach Frankreich liegt. Sie wurde im 13. Jahrhundert zu Verteidigungszwecken und zur Erhebung von Zollabgaben errichtet. Ihre Lage am früheren Weg nach Frankreich und ihre ursprüngliche Funktion als Verteidigungs- und Zollbau gehören zu den historischen Bezügen des Ortes. Die Burg verbindet damit den mittelalterlichen Reiseweg mit den Aufgaben, die an dieser Stelle einst erfüllt wurden.

Auch das Hospital Santa Cristina ist mit einer romanischen Kirche verbunden. Zum Hospital gehörte eine romanische Kirche; von ihr sind der Grundriss und die Krypta erhalten. Das Hospital Santa Cristina wurde Ende des 11. Jahrhunderts gegründet, um Pilger aufzunehmen und ihnen die Strapazen der Reise zu erleichtern. Für kulturgeschichtlich Interessierte liegen die Schwerpunkte damit bei der mittelalterlichen Burg sowie bei den erhaltenen Teilen der romanischen Kirche. An der Burg treten Verteidigung und Zoll in den Vordergrund, am Hospital Santa Cristina die Pilgeraufnahme und die erhaltenen Bauteile der romanischen Kirche.

Verbindungen

Von Jaca fährt ein Linienbus zur Skistation Candanchú und hält in verschiedenen Orten des Valle del Aragón.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aísa.

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