Martos: Geschichte, Olivenöl und weite Ausblicke
Unterkünfte in Martos
Martos zwischen Geschichte und Olivenöl
Martos ist als historisch-künstlerisches Denkmalensemble (BIC) ausgewiesen und verbindet markante Bauwerke mit einer ausgeprägten Olivenöltradition. Zu den wichtigsten historischen Orten gehört die Real Iglesia Parroquial de Santa Marta, die älteste Kirche von Martos. Sie wurde nach der christlichen Eroberung der Stadt im 13. Jahrhundert von König Fernando III. errichtet. Spätgotische beziehungsweise isabellinische Merkmale treffen hier auf Renaissance-Umbauten; zum Glockenturm gehört eine Wendeltreppe. Die Baugeschichte bleibt an einzelnen Bauteilen ablesbar: Der Wechsel zwischen spätgotischen, isabellinischen und renaissancistischen Elementen steht neben der besonderen Konstruktion des Glockenturms.
Auch das Castillo de la Villa prägt die Kulturgeschichte des Ortes. Der Torre del Homenaje wurde zu einem Interpretationszentrum umgestaltet. Der Aufstieg zum Turm bietet einen Panoramablick über die Stadt. Auf dem Gipfel der La Peña in 1.003 m Höhe eröffnen sich zudem weite Ausblicke über das umliegende Gebiet.
Manierismus in der Altstadt
Das ehemalige Cárcel y Cabildo wurde im 16. Jahrhundert von dem Architekturbildhauer Francisco del Castillo errichtet und ist ein Beispiel für den andalusischen Manierismus. Gemeinsam mit der Fuente Nueva zeigt es herausragende und innovative Merkmale dieser Architektur. Eine Glaubens- und Kunstmanifestation führt durch die gewundenen Straßen der Altstadt und gilt als von nationalem touristischem Interesse. Die Sammlung führt von der Archäologie über Naturwissenschaften bis zur Technologie.
Eine zweite Seite von Martos zeigt sich im Cortijo El Madroño. Dort bietet ein olivenöltouristisches Erlebnis einen Besuch der ehemaligen Ölmühle und Einblicke in traditionelle sowie moderne Verfahren der Olivenölherstellung. Im Cortijo befinden sich außerdem ein Museum der Ölfabrik, eine Fachbibliothek und historische Dokumente zur Entwicklung der traditionellen Ölgewinnung mit jahrhundertealten Maschinen. Bei einem Besuch einer Genossenschaft können die Anlagen besichtigt, die Herstellung der Tuccioliva-AOVEs kennengelernt und eine geführte Verkostung durchgeführt werden.
Unterwegs auf dem Tren del Aceite
Für aktive Tage führt die ehemalige Bahntrasse des Tren del Aceite durch eine Landschaft, die auch auf längeren Strecken erkundet werden kann. Die Trasse ist für Wanderer und Radfahrer erschlossen und überquert metallene Viadukte der Eiffel-Schule. Über die ehemalige Eisenbahntrasse verläuft eine 128 km lange ökotouristische Route zwischen Jaén und Puente Genil. Die Länge von 128 Kilometern eröffnet unterschiedliche Möglichkeiten für die Tagesplanung: Sie können einen einzelnen Abschnitt wählen oder die ehemalige Bahnlinie über mehrere Etappen verfolgen. Dabei bleiben die historischen Viadukte und der Verlauf der Bahntrasse die markanten Bezugspunkte der Strecke. Wandern und Radfahren setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte entlang derselben ehemaligen Bahntrasse.
Für die Anreise verfügt Martos über einen Busbahnhof mit Verbindungen zum Consorcio de Transportes Metropolitano de Jaén und zu nationalen Buslinien.
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