Zújar: Geopark, Jabalcón und maurisch geprägtes Viertel

File:Zújar, en Granada (España).jpg File:Zújar, en Granada (España).jpg Foto: Rimantas Lazdynas via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Zújar liegt im Herzen des Geoparks von Granada. Im Gemeindegebiet verbinden sich felsiges, trockenes Gelände und dichte Kiefernwälder mit einer landwirtschaftlich geprägten Vega. Die Vega de Zújar umfasst terrassierte Felder und Trockenmauern, an denen jahrhundertealte Olivenbäume stehen. Zahlreiche Wasserbecken, arabische Bewässerungskanäle und Wasserläufe führen Wasser über die bewirtschafteten Felder. So liegen Berglandschaft, Olivenhaine und historische Formen der Wasserführung in einem klaren örtlichen Zusammenhang.

Die terrassierten Felder der Vega, ihre Trockenmauern und die Wasserführung prägen dabei einen anderen Landschaftseindruck als das felsige Gelände und die Kiefernwälder am Cerro Jabalcón. Im Gemeindegebiet treffen landwirtschaftlich geprägte Flächen und das kalksteinerne Massiv als klar unterscheidbare Landschaftsbilder aufeinander.

Landschaft

Der Cerro Jabalcón ist ein überwiegend aus jurassischem Kalkstein bestehendes Massiv und steigt bis auf 1.492 Meter Höhe an. Von seinem Gipfel bietet sich ein 360-Grad-Panoramablick über mehr als 4.000 km² des Beckens von Guadix-Baza. Auf dem Cerro Jabalcón kann man zwischen Kiefern und Hartlaubsträuchern wandern; Mountainbiking ist dort ebenfalls möglich. Die Route „Ascent to Jabalcón“ führt als Bergroute durch Zújar.

Aktivitäten

Auf dem Embalse del Negratín ist das Navigieren auf dem Wasser möglich. Die Estación de Vuelo Libre Jabalcón bietet Möglichkeiten für Freiflug und Astrotourismus. Der Zugang zum Cerro Jabalcón erfolgt über die Autovía A-92. An der Ausfahrt 335 nimmt man die A-315 in Richtung Zújar, Cuevas del Campo und Pozo Alcón und folgt der Beschilderung bis zum Cerro Jabalcón.

Kultur und Geschichte

Das historische Zentrum von Zújar umfasst ein Viertel mit maurisch geprägtem Charakter und weiß getünchten Häusern, von denen einige aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das Viertel Abatel ist eine dicht gedrängte Ansammlung traditioneller Höhlenhäuser. Einen weiteren historischen Schwerpunkt bildet die Iglesia de la Anunciación: Sie wurde im 16. Jahrhundert über den Ruinen einer früheren Moschee errichtet. Die heutige Iglesia de la Anunciación stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und verbindet neoklassizistische Elemente mit einigen barocken Elementen.

Traditionen

Die Wallfahrt in Zújar wird seit dem 16. Jahrhundert ununterbrochen am letzten Sonntag im April gefeiert. Die Romería in Zújar beginnt an der Plaza Mayor und führt über den Camino de la Virgen zur Spitze des Cerro Jabalcón. Eine mehr als 300 Jahre alte Tradition ist außerdem die Aufführung der „papeles“, die als bedeutende Ausdrucksform des kulturellen Erbes gilt. Die Papelistas sind Laiendarsteller, die in jährlicher Auswahl Verspassagen aus dem „Drama del Cautiverio y Rescate de la Virgen de la Cabeza“ aufführen. Plätze, Wege, Berg und Schauspiel gehören damit zu den festen Schauplätzen der örtlichen Kultur.

Küche

Zur traditionellen Küche von Zújar gehören Gurrupina, Gachas, Tortas, Migas, Gurullos und Erzeugnisse der Hausschlachtung.

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