Galera: Landschaft, Geschichte und Wege
File:View over the Rooftops of Galera, Spain - panoramio.jpg
Foto: agracier - NO VIEWS via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Galera zwischen Badlands und Bronzezeit
Galera zeigt seinen Charakter in der Verbindung von erdgeschichtlich geprägter Landschaft, vorgeschichtlichen Fundorten und Routen durch die Umgebung. Die Badlands von Castilléjar und Galera sind eine 7.100 Hektar große Badlands-Landschaft in den Gemeinden Castilléjar und Galera. Die Landschafts- und Kulturziele lassen sich als unterschiedliche Schwerpunkte für einzelne Tage lesen.
Archäologische Spuren von der Bronzezeit bis zur iberischen Epoche
Zur Vorgeschichte gehört Castellón Alto, eine Siedlung der Argar-Kultur aus einer fortgeschrittenen Phase der mittleren Bronzezeit, die auf etwa 1900 bis 1600 cal v. u. Z. datiert wird. Die in Castellón Alto entdeckte Mumie von Galera wird als die ältesten mumifizierten Überreste der Iberischen Halbinsel bezeichnet. Im weiteren regionalen Umfeld von Galera liegt außerdem El Malagón, eine antike Stätte.
Ein weiteres geologisches Thema bilden die Sismitas de Galera y Castilléjar. Dabei handelt es sich um geologische Falten, die durch Sedimentverflüssigung entstanden sind. In der Umgebung von Galera liegen mehrere benannte Berge: Der Cerro del Taal, der Cerro de la Atalaya, Perea und der Cerro Gordo sind jeweils Berge in der Umgebung von Galera. So treffen archäologische und geologische Themen auf konkrete Landschaftsbezeichnungen.
Chozones und Routen durch die Landschaft
Die Ruta de los Chozones ist eine 31,2 Kilometer lange Radroute durch sieben besuchbare Chozones in der Gemeinde Galera. Die Chozones selbst sind kleine, von Menschen errichtete Schutzunterkünfte aus örtlichem Material oder in den Fels gegrabene Höhlen. Sie dienten Landarbeitern als Rastplätze. Route und Bauwerke gehören damit unmittelbar zusammen: Die Strecke führt zu Orten, deren Form und frühere Funktion sich aus dem lokalen Arbeitsalltag erklären.
Für längere Unternehmungen steht die Gran Senda de los Primeros Pobladores. Sie ist eine etwa sechstägige anspruchsvolle Trekkingroute, die Huéscar, Castril, Galera, Orce, Castilléjar und La Puebla de Don Fadrique berührt. Die Route kann auch laufend oder mit dem Mountainbike bewältigt werden. Neben der 31,2 Kilometer langen Radroute gibt es damit auch eine mehrtägige Strecke mit mehreren möglichen Fortbewegungsarten.
Wein und archäologische Besichtigungen
Bei der Cata de Vinos de Galera können Besucher Weine verschiedener nicht kommerzieller Erzeuger des Vino del País kostenlos verkosten. Zur Geschichte des Ortes gehört außerdem die iberische Nekropole von Tútugi, die 2008 in Galera für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Eine geführte Besichtigung des archäologischen Komplexes Castellón Alto und der iberischen Nekropole von Tútugi dauert ungefähr anderthalb Stunden. Diese Dauer bietet einen klaren zeitlichen Rahmen, wenn Sie beide archäologischen Ziele in einem Besuch verbinden möchten.
Im Museo de Galera werden die Überreste aus einer Grabstätte von Castellón Alto in einer sauerstofffreien Vitrine aufbewahrt und ausgestellt.
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