Yátor – Kultur, Landschaft und Feste im Tal
Yátor ist eines der Vega-Dörfer der Gemeinde Cádiar und liegt in einem Tal am Rand von Flüssen und Schluchten. Die Pfarrkirche Iglesia Parroquial de la Inmaculada Concepción in Yátor wurde in den 1560er-Jahren im Mudéjar-Stil errichtet.
Kirche, Tinao und Acueducto
Die Ermita de San Sebastián in Yátor gilt als Bau mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes; die meisten vergleichbaren Kapellen gelten dagegen als Bauten mit lateinischem Kreuzgrundriss. Das Tinao von Yátor bildet einen vollständig überdachten Durchgang zwischen der Plaza de la Iglesia und der Calle San José und dient als Übergang zwischen öffentlichem und privatem Raum.
Das Acueducto in Yátor gilt der volkstümlichen Überlieferung zufolge als römischer Bogen. Das Acueducto in Yátor wurde errichtet, um Wasser aus dem Caz zu leiten und die Mühle sowie die Ölpresse von Juan „El Mosca“ nahe der Plaza de la Iglesia anzutreiben. Die Almazara de Yátor verwendet große steinerne Kegel, um Olivenernten zu mahlen und daraus Öl zu gewinnen. Zum landwirtschaftlichen Erbe der Gemeinde Cádiar gehört in Yátor die „Molino de la Iglesia“.
Fluss, Erosionslandschaft und Quelle
Der Río Yátor verläuft durch das Dorf parallel zur Kirche San Sebastián. Der Pico del Bernal, auch Chimenea de Hadas genannt, ist eine durch differentielle Erosion geprägte Erosionslandschaft aus Konglomeraten und Sandsteinen. Die Fuente de la Virgen in Yátor ist eine Quelle mit dreieckigem Giebel und einem kleinen Becken.
Zinnober und Yátors Bergbaugeschichte
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist in Yátor der Abbau von Zinnober dokumentiert. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Yátor Bergbauaktivitäten mit Anlagen, Stollen und zugehörigen Schornsteinen. Die Bergbauaktivitäten bestanden bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts fort und standen unter Beteiligung französischen Kapitals. Gerald Brenans Buch „Al Sur de Granada“ von 1957 beschreibt Yátor als ein Bergarbeiterdorf, in dem die Männer elf Monate in Linares verbrachten, während die Frauen in Yátor blieben, um das Land zu bewirtschaften.
Feste zu San Sebastián
Das Fest zu San Sebastián in Yátor findet über mehrere Tage am Wochenende statt, das dem 21. Januar am nächsten liegt, und umfasst eine Prozession zur Ermita de San Sebastián, die Verkostung traditioneller Speisen sowie gemeinsame Mahlzeiten. Eine zweite Feier zu San Sebastián findet in Yátor im August am Samstag statt, der dem 15. August am nächsten liegt. Die zweite Feier zu San Sebastián umfasst ein gemeinsames Essen und eine öffentliche Tanzveranstaltung.
Wandern auf dem PR-A 25
Der PR-A 25 Cádiar–Mecina Bombarón ist als 6,2 Kilometer langer linearer Weg mit einer Dauer von 4:30 Stunden angegeben. Der Wanderweg überquert die Straße zwischen Yátor und Cádiar und später die Rambla de Yátor.
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