Guadix: Höhlenviertel, Geschichte und Badlands
Natur
Guadix liegt in der Hoya de Guadix, einer von Lehmescarpments umgebenen Senke. Rund um die Stadt zeigt sich eine Landschaft, die durch Wind, Wasser und die Arbeit des Menschen geformt wird. Dadurch stehen unterschiedliche Landschaftsformen unmittelbar nebeneinander: die Senke der Hoya de Guadix, die Lehmescarpments und die Badlands. Am Mirador Padre Poveda richtet sich der Blick auf das historische und monumentale Ensemble von Guadix sowie auf die Badlands. Der Aussichtspunkt liegt im Herzen des Höhlenviertels neben der Kirche Ermita Nueva. So verbindet dieser Ort den Blick auf die Landschaft mit einem markanten Punkt innerhalb des von Höhlenwohnungen geprägten Stadtteils.
Geschichte
Die Kathedrale von Guadix steht über den Überresten einer westgotischen Kathedrale und einer arabischen Hauptmoschee. In ihrem Bau treffen damit unterschiedliche historische Schichten aufeinander, die bereits an diesem einen Ort sichtbar werden. Das Teatro Romano Acci ist ein monumentaler Komplex mit einer Fläche von fast 6.000 m². Errichtet wurde die Anlage zu Beginn des zweiten Viertels des 1. Jahrhunderts n. Chr. Die Größe des Komplexes und seine frühe Entstehungszeit kennzeichnen ihn als eigenständigen historischen Ort innerhalb von Guadix. Die Alcazaba von Guadix wurde im 10. Jahrhundert während der Kalifenzeit errichtet und gehört damit ebenfalls zu den Bauwerken, deren Geschichte bis in eine frühere Epoche der Stadt zurückreicht. Für das Teatro Romano Acci finden sonntags um 11 Uhr Besichtigungen statt. Die Eintrittskarten werden im Tourismusbüro erworben.
Höhlenwohnen und Kultur
Das Centro de Interpretación Cuevas de Guadix befindet sich im Inneren mehrerer originaler Höhlenwohnungen. Die Ausstellung vermittelt dort die Ursprünge und die historische Entwicklung des Wohnens in Höhlen. Der Ort bewahrt damit die Verbindung zwischen der originalen baulichen Umgebung und der Geschichte dieser Wohnform, ohne sie aus ihrem örtlichen Zusammenhang zu lösen. Außerdem werden lokale Traditionen und handwerkliche Berufe vermittelt. Zum kulturellen Bild von Guadix gehören dadurch sowohl die Geschichte des Höhlenwohnens als auch die Tätigkeiten, die mit dem lokalen Leben verbunden sind.
Traditionen und Küche
Die Tradition des Cascamorras in Guadix reicht in ihren Ursprüngen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Das Cascamorras-Fest wird in Guadix am 9. September gefeiert. Der historische Ursprung und der festgelegte Termin gehören damit zu den festen Angaben dieser örtlichen Tradition. Die Almazara de Paulenca – Museo del Aceite ist eine Ölmühle aus dem 18. Jahrhundert im ländlichen Mudéjar-Stil und zugleich ein ethnografisches Ölmuseum. Ihre Bezeichnung bewahrt somit sowohl die frühere Funktion als Ölmühle als auch den heutigen Museumscharakter. In Guadix werden kleine Kostproben der accitanischen Küche als Aperitif angeboten. Auf diese Weise steht neben den historischen und kulturellen Orten auch eine konkrete kulinarische Tradition der Stadt.
Weitere Orte
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