Lucainena de las Torres: Wege, Bergbaugeschichte und Ortskultur
Wege und Bewegung
Lucainena de las Torres ist Ausgangspunkt des Camino Natural Vía Verde de Lucainena de las Torres nach Agua Amarga. Der Weg beginnt im Ort und führt derzeit bis Venta del Pobre im Gemeindegebiet von Níjar; seine Strecke ist etwas mehr als 15 Kilometer lang.
Der Camino Natural ist in drei Abschnitte von jeweils ungefähr fünf Kilometern gegliedert. Auf der Vía Verde wird die frühere Fahrt der Bergwerksbahn heute von Wanderern und Radtouristen nachvollzogen.
Die neue Pasarela de la Rambla Honda gehört zu einer Strecke, auf der sich mehr als 15 Kilometer der früheren Bergwerksbahn vom alten Bahnhof von Lucainena bis Venta del Pobre durchgehend zurücklegen lassen.
El Túnel ist ungefähr 85 Meter lang, in den Fels gegraben und nicht ausgekleidet. Eine künstliche Beleuchtung gibt es dort nicht, zum Durchqueren ist sie jedoch nicht erforderlich.
Die Senda Minera de Lucainena (SL-A 62) ist ein kurzer Wanderweg, der auch mit Kindern begangen werden kann.
Bergbaugeschichte
Der ehemalige Bahnhof von Lucainena de las Torres wurde zu einer Touristeninformation umgenutzt. Der wiederhergestellte Komplex der Hornos de calcinación hat für Besucher der Vía Verde eine touristische Funktion.
Die Hornos de calcinación wurden 1900 nahe dem Bahnhof von Lucainena von der ehemaligen Compañía Minera de Sierra Alhamilla errichtet. Der erste Ofen wurde restauriert und zeigt seine ursprüngliche Struktur.
Über eine Treppe gelangt man auf die Oberseite dieses ersten Ofens; von dort reicht der Panoramablick weit über das Tal von Lucainena. Die frühere Eisenbahnbrücke El Molinillo wurde durch die Installation von zwei Metallstegen wiederhergestellt.
Am Cortijo de Las Tejas bietet der Camino Natural einen besonders schönen Ausblick auf ein von Palmen umgebenes, heute vollständig verfallenes privates Herrenhaus aus der Zeit der größten Ausdehnung der Bergwerksbahn von Lucainena.
Die Zugnoria am Cortijo de Las Tejas diente dazu, unterirdisches Wasser für den menschlichen Verbrauch oder zur Bewässerung zu schöpfen.
Aussichten
Der Aussichtspunkt El Poyo de la Cruz befindet sich am Haupteingang und bietet einen Panoramablick auf den Ort und den alten Molinillo. Der Mirador de El Algarrobo am Camino Natural bietet eine Rastmöglichkeit und Panoramablicke.
Der Mirador del Garruchete eröffnet Panoramablicke auf Lucainena de las Torres und auf die Falten des umliegenden Gebirges.
Kultur und Ortsbild
Die Torre del Molinillo ist der einzige Wachturm, der sich über die Jahrhunderte auf einem Felsen auf einer Anhöhe nahe Lucainena de las Torres erhalten hat.
Die Pfarrkirche Nuestra Señora de Montesión ist ein neoklassischer Kirchenbau des 18. Jahrhunderts mit befestigter Erscheinung und einem quadratischen Turm.
Die erste Kirche von Lucainena wurde 1505 über einer früheren Moschee gegründet und während des Moriskenaufstands zerstört.
Das traditionelle öffentliche Waschhaus Lavadero de la Fuente nutzt Quellen des Peñón und ist weiterhin in Gebrauch.
Zum Día de las Flores gehört eine Choreografie zum traditionellen, für den Ort typischen Trachtentyp Refajona.
Das Fest zu Ehren des heiligen Sebastian findet am 20. Januar statt. Zur Prozession durch die Straßen werden Roscos als Opfergabe von den Balkonen geworfen.
In Lucainena de las Torres wird die Tradition der weißen Kalkgestaltung mit Blumentöpfen und Geranien an Fassaden und in den Straßen sichtbar.
Weitere Reiseziele: Gérgal, Canjáyar, Líjar, Fuente Amarga, El Pilar, Los Escullos, Abrucena, Las Hortichuelas.
Regionale Küche
Zu den traditionellen Gerichten von Lucainena de las Torres gehören Gurullos de conejo, Pelotas de maíz, Potaje de trigo, Choto al ajillo sowie Pimentón beziehungsweise Caldo colorao.
Zu den örtlichen Süßspeisen gehören Roscos, Bollos de nata, Hojaldres, Alfajores de almendra und Cuajao de almendras.
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