Impfungen und Gesundheit auf den Kanaren

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Für eine Reise auf die Kanarischen Inseln gelten grundsätzlich die Gesundheits- und Einreisehinweise für Spanien. Für die direkte Einreise aus Deutschland sind nach den aktuellen Reisehinweisen des Auswärtigen Amts keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Vor der Abreise sollten die Standardimpfungen bei Erwachsenen und Kindern geprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Alter, von Vorerkrankungen, der Reisedauer und den geplanten Aktivitäten ab.

Welche Impfungen werden für die Kanaren empfohlen?

Das Auswärtige Amt empfiehlt für Spanien einen aktuellen Impfschutz nach dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO). Besonders genannt werden ein ausreichender Schutz gegen Masern und ein vollständiger Schutz gegen Poliomyelitis. Zusätzlich wird Hepatitis A als Reiseimpfung empfohlen. Ob darüber hinaus eine Impfung sinnvoll ist, sollte individuell mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle geklärt werden. Eine pauschale Empfehlung allein aufgrund des Reiseziels Kanaren ist dafür nicht ausreichend.

Die Vorbereitung unterscheidet sich nicht grundsätzlich zwischen Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Auch für Reisen nach La Palma oder La Gomera gelten dieselben allgemeinen Hinweise. Wichtiger als die gewählte Insel sind der persönliche Gesundheitszustand, die Art des Aufenthalts und aktuelle amtliche Meldungen.

Mückenschutz und weitere Gesundheitsvorsorge

In Spanien können in den wärmeren Monaten einzelne durch Mücken übertragene Infektionen auftreten. Das Auswärtige Amt nennt unter anderem Dengue-Fieber und West-Nil-Fieber. Für Spanien ist eine Dengue-Impfung in der Regel nicht notwendig; empfohlen wird vor allem konsequenter Schutz vor Mückenstichen. Dazu gehören bedeckende Kleidung, ein geeignetes Repellent und, wo erforderlich, ein Mückennetz. Bei Fieber oder deutlichen Beschwerden während oder nach der Reise sollte ärztlicher Rat eingeholt und auf den Aufenthalt in Spanien hingewiesen werden.

Auf den Kanaren kann außerdem Calima, feiner Saharastaub in der Luft, insbesondere Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen belasten. Betroffene sollten aktuelle Wetter- und Behördenhinweise beachten, körperliche Anstrengung bei starker Belastung reduzieren und benötigte Medikamente in ausreichender Menge mitführen.

Krankenversicherung und medizinische Versorgung

Gesetzlich Versicherte aus Deutschland können für notwendige Behandlungen in Einrichtungen des spanischen öffentlichen Gesundheitssystems die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder eine Ersatzbescheinigung nutzen. Die EHIC befindet sich häufig auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte. Sie ersetzt jedoch keine Auslandsreise-Krankenversicherung, weil beispielsweise Behandlungen in Privatkliniken oder ein medizinisch notwendiger Rücktransport nicht automatisch abgedeckt sind. Die Europäische Kommission erklärt den Leistungsumfang der EHIC und ihre Grenzen.

Vor der Reise aktuell prüfen

Gesundheits- und Einreisebestimmungen können sich ändern. Maßgeblich sind deshalb die kurz vor Reisebeginn abgerufenen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Spanien. Dort stehen die aktuellen Angaben zu Pflichtimpfungen, empfohlenem Impfschutz, Mückenschutz und medizinischer Versorgung. Weitere praktische Themen für die Vorbereitung sind in den Spanien-Reiseinformationen zusammengefasst.

Diese Hinweise dienen der allgemeinen Reisevorbereitung und ersetzen keine persönliche medizinische Beratung. Wer schwanger ist, mit kleinen Kindern reist, chronisch krank ist, regelmäßig Medikamente benötigt oder einen längeren Aufenthalt plant, sollte sich rechtzeitig individuell beraten lassen.

Foto: VoyageMedia für Spanien-Netz.com

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