Callosa de Segura: Natur, Geschichte und gelebte Tradition
Unterkünfte in Callosa De Segura
Callosa de Segura verbindet Natur, Geschichte und religiöse Traditionen. Die schroffe Sierra de Callosa erhebt sich aus einer alluvialen Ebene; als kommunaler Naturpark geschützt, umfasst sie knapp 150 Hektar. In der Stadt treffen ein Castillo aus dem Jahr 961, Museen und traditionelle Gerichte aufeinander. Die mehr als acht Jahrhunderte alte Hanfnutzung ist als immaterielles Kulturgut von kulturellem Interesse anerkannt.
File:Calle Nuestra Señora Del Pilar street in Callosa de Segura, Alicante, Spain, 2022 January - 2.jpg
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) via Source, CC BY-SA 4.0
Natur und aktive Wege
Die geschützte Sierra bietet in den Erholungsbereichen La Pilarica und La Cueva Ahumada Parkplätze, Toiletten, Picknickstellen, Quellen, Tische, Kinderspielbereiche, Lehrpfade und barrieregerecht angepasste Bereiche. An ihrer Südostseite liegt im Gemeindegebiet die Vía Ferrata de Callosa de Segura, frei nutzbar und im Februar 2020 für die Öffentlichkeit geöffnet. Der markierte Zugangsweg vom Parkplatz La Cueva Ahumada erreicht den Familienabschnitt in ungefähr 15 Minuten; die angegebenen Wegabschnitte sind ausgeschildert. Der erste Abschnitt hat K3 und ist als Einstiegs- oder Familienabschnitt ausgelegt.
Castillo, Kirchen und Aussicht
Auf einem etwa 200 Meter hohen Felsgipfel der Sierra liegen die Ruinen des Castillo de Callosa. Sie stammen aus der Kalifatszeit, aus dem Jahr 961; aufgrund dieses Ursprungs gilt das Castillo als ältestes Schloss der Provinz Alicante. Die Iglesia Arciprestal de San Martín wurde durch den Königlichen Erlass 2865/1980 vom 14. November zum Nationalen historisch-künstlerischen Denkmal erklärt. Ihre Hauptbauarbeiten waren 1553 abgeschlossen. Der Bau vereint gotische, Renaissance-, barocke und neoklassizistische Stile; im Inneren stehen 18 korinthische Säulen, und die drei Schiffe sind gleich hoch. Das Santuario de San Roque steht auf einer 50 Meter hohen Anhöhe mit dem Panorama „Balcón de la Vega Baja“.
Museen und lokale Geschichte
Das Museo Arqueológico Antonio Ballester y Ruiz vermittelt Callosas Geschichte von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Zur besonders bedeutenden Vorgeschichte gehören die Kultur von El Argar aus der Bronzezeit (1.800–1.200 v. Chr.) und die Fundstätte „Laderas del Castillo“; das Museum wurde 1980 gegründet. Das Museo del Cáñamo Roque Fco Albert Lucas zeigt Vorführungen zur traditionellen Hanfverarbeitung und den vollständigen Zyklus von Aussaat und Anbau bis zu Garn, Seilen, Netzen und Espadrilles. Die Ermita de Ntra. Sra. de los Dolores wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als Kapelle des inzwischen verschwundenen ehemaligen städtischen Krankenhauses gegründet. Ihr Camarín bewahrt valencianische Bodenfliesen aus dem 18. Jahrhundert mit der Allegorie der Quelle der Weisheit. Das Museo de Semana Santa José Noguera Valverde zeigt 25 Prozessionsthrone von 17 örtlichen Bruderschaften; ein oberer Rundgang ermöglicht den Blick von oben.
Religiöse Feste und Stadtleben
„La Pasión“ von Callosa de Segura wird seit 1969 jedes Jahr während der Karwoche an verschiedenen Orten der Stadt aufgeführt; 1982 erhielt sie die Auszeichnung als Veranstaltung von touristischem Interesse. „Porta Celi: La Puerta del Cielo“ wird seit 2011 jedes Jahr im November aufgeführt, besteht aus sieben Szenen und wird von mehr als 50 Schauspielerinnen und Schauspielern des Patronats getragen. Der lebendige Kreuzweg am Karfreitag beginnt an der Capilla de San Francisco, führt über die Calle Vía Crucis zum Calvario und umfasst eine dramatisierte Lesung des Heiligen Evangeliums. Die Patronatsfeste zu Ehren des Schutzpatrons San Roque finden jedes Jahr vom 5. August bis zum 16. August statt. Die Feste der Mauren und Christen begannen 1977; ihre Umzüge teilen die Teilnehmenden in maurische und christliche Gruppen und zeigen mittelalterlich inspirierte Kleidung.
Anreise und regionale Küche
Callosa de Segura ist über die A-7, Ausfahrt 79, und anschließend über die CV-900 erreichbar; von der Stadt führen beschriebene Wege weiter zu La Pilarica und La Cueva Ahumada. Der Bahnhof bietet tägliche Cercanías-Verbindungen nach Alicante und Murcia. Zu den traditionellen Gerichten gehören Arroz con costra, Bacalao meneao, Cocido con pelotas und Almojábanas.
Weitere Reiseziele: Elche, Canyades d'en Cirus, Banyeres De Mariola, Finestrat, Benitachell, Beniarrés, Monforte Del Cid, Penàguila.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alicante.