L’Atzúbia: Ortsgeschichte, Höhlen und Kultur
Unterkünfte in L'Atzúbia
Im historischen Zentrum von L’Atzúbia prägen traditionelle, niedrige Häuser mit Keramikziegeln das Ortsbild. Der Straßenverlauf hat sich seit der arabischen Zeit nicht verändert. L’Atzúbia war eine andalusische Alquería, eine Mudéjar-Siedlung und ein moriskisches Dorf. Nach der Vertreibung der Morisken im Jahr 1609 wurde der Ort von Menschen von der Insel Mallorca wiederbesiedelt. Ortsbild und Geschichte stehen hier eng nebeneinander, ohne dass die älteren Schichten im heutigen Straßenraum verschwinden.
Weitere Orte: Quatretondeta, Lliber, Benissili, El Fondó De Les Neus, Las Virtudes, Sant Vicent Del Raspeig, Orba, La Vall d'Ebo.
Natur und Wege
Die Cueva de Adsubia verfügt über einen 80 Meter langen Rundgang mit etwa 15 Metern Höhenunterschied. Die Höhle ist 600 Quadratmeter groß und zeigt zahlreiche, vielfältige Stalagmiten und Stalaktiten. Eine Besichtigung dauert 30 Minuten und ist für alle Besuchergruppen geeignet. Die Cova del Canelobre besitzt ein 70 Meter hohes Gewölbe, das als eines der höchsten in ganz Spanien gilt; für die Höhle sind geführte Besichtigungen möglich.
Mehrere Routen verbinden L’Atzúbia mit den Bergen und Aussichtspunkten der Umgebung. Die PR-CV 58 Variante III führt durch die Berge von La Vall de Gallinera und L’Atzúbia zurück nach L’Atzúbia. Die Route Pla d’Almiserà – Castell de Gallinera beginnt in L’Atzúbia am Ende der Carrer de la Font. In der Nähe des Castell de Gallinera bietet sie einen Blick über das gesamte Vall de Gallinera. Die Route Forna – Vilallonga beginnt auf dem Dorfplatz von Forna und bietet von ihrem Ausgangspunkt einen Panoramablick auf das ehemalige Castell de Vilallonga sowie auf einen Teil der Safor.
Kultur und Bauwerke
Die Kirche Sant Vicent Ferrer in L’Atzúbia wurde im 18. Jahrhundert im klassischen Stil der Zeit Philipps III. und Philipps IV. erbaut. Ihr Mittelschiff besitzt ein Tonnengewölbe; die Seitenkapellen sind durch korinthische Pilaster und toskanische Ordnungen gegliedert. In der aus einer muslimischen Siedlung hervorgegangenen Altstadt gehört die Font de la Plaça zu den bedeutendsten emblematischen Orten. Ihre Gestaltung erinnert an maurische Baustile.
Zum historischen Ortsbild gehört auch das Waschhaus Llavador de l’Atzúbia, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits errichtet war. Es diente als Ort der Arbeit, des Treffens und des sozialen Austauschs der örtlichen Frauen. Im Ortsteil Forna der Gemeinde Adsubia stammt die Kirche Sant Bernat Abat ungefähr aus dem 16. Jahrhundert. Die Jahreszahl 1886 an ihrem Portal bezeichnet eine Renovierung. In der Kirche sind Teile der ursprünglichen dekorativen Wandmalereien, des Mauerwerks und des Glockengiebels erhalten.
Ebenfalls im Ortsteil Forna der Gemeinde Adsubia liegt das Castell de Forna, ein befestigter Adelspalast aus dem 15. Jahrhundert im Stil der valencianischen zivilen Gotik. Das Waschhaus Llavador de Forna liegt unterhalb des Niveaus des Dorfplatzes und ist über Treppen von einem rückwärtigen Durchgang aus erreichbar.
Feste und Küche
In Adsubia finden am ersten Septemberwochenende zu Ehren von Sant Vicent Ferrer Patronatsfeiern zusammen mit einem Fest der Moros i Cristians statt. In Forna werden in der zweiten Augusthälfte Feste zu Ehren des heiligen Bernhard gefeiert. Zu den kulinarischen Traditionen von L’Atzúbia gehört Arròs amb crosta, ein im Ofen gebackenes Reisgericht mit Rippchen und Botifarra, das der Ort mit dem benachbarten Dorf teilt und mit verquirlten Eiern bedeckt wird.
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