Torres del Río: Kirchenkunst und Jakobsweg im Ortsbild
Unterkünfte in Torres Del Río
Torres del Río verbindet markante Sakralarchitektur mit dem Verlauf des Jakobswegs und einem ungewöhnlichen Ortsbild. Im Mittelpunkt steht die Iglesia del Santo Sepulcro: Ihre Formen, ihre Geschichte und ihre Lage am Weg machen den Ort besonders interessant für Reisende, die Kultur, Landschaft und eine traditionsreiche Route miteinander verbinden möchten.
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Foto: Krzysztof Golik via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Iglesia del Santo Sepulcro
Die Iglesia del Santo Sepulcro wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Sie besitzt einen achteckigen Grundriss und diente als Totenkapelle und Wegfeuer des Jakobswegs. Auch ihre architektonische Gestaltung ist außergewöhnlich: Der zentrale polygonale Grundriss geht in einen achteckigen Aufriss über, der durch umlaufende Gesimse in drei Ebenen gegliedert wird. Gekrönt wird der Bau von einem kleineren achteckigen Aufsatz. Diese architektonischen Formen ahmen die Grabeskirche in Jerusalem nach.
Kirchenkunst mit unterschiedlichen Stileinflüssen
Im Inneren der Iglesia del Santo Sepulcro befindet sich ein ineinander verflochtenes Rippengewölbe, das an die hispanomuslimische Kunst erinnert. Einen weiteren kulturellen Schwerpunkt bildet die Pfarrkirche San Andrés. Sie ist ein Werk der Gotik-Renaissance von Juanes de Larrañaga aus der Zeit um 1599 bis 1629. Das Hauptretabel der Pfarrkirche San Andrés wurde zwischen 1637 und 1651 von Pedro Jiménez Castrejana geschaffen; seine originale Polychromie stammt von Andrés de Gauna. Die erhaltene Farbigkeit ergänzt das Retabel um ein eigenständiges Ausstattungsmerkmal.
Ortszentrum am Hang
Das Ortszentrum von Torres del Río hat aufgrund seiner Lage an den Hängen eines Hügels einen unregelmäßigen Grundriss. Zum Ortsbild gehören steile, schmale Gassen mit barocken Herrenhäusern und dekorativen Wappen. Wer durch den Ort geht, begegnet daher nicht nur einzelnen Kirchenbauten, sondern auch einer Siedlungsstruktur, deren Verlauf durch die Hanglage geprägt ist. Im Ortszentrum wechseln beim Anstieg des Hügels die Perspektiven auf Gassen, Herrenhäuser und dekorative Wappen.
Jakobsweg, Weinberge und Flussniederung
Die Etappe des Französischen Wegs von Los Arcos nach Logroño führt nach der Überquerung des Flusses Linares über eine Brücke nach Torres del Río und passiert beim Aufstieg die Iglesia del Santo Sepulcro. Der Jakobsweg steigt von der Kirche zum oberen Teil von Torres del Río hinauf und führt weiter bis zur Ermita de la Virgen del Poyo. Auch die Landschaft begleitet diesen Wegabschnitt: Nach Torres del Río führt der Französische Weg durch Weinberge, Olivenhaine und Mandelhaine und erreicht anschließend die Flussniederung des Cornava. Der Wegabschnitt verbindet die Flussquerung am Linares mit dem Anstieg zur Kirche und dem späteren Wechsel in Weinberge, Olivenhaine und Mandelhaine.
Anreise von Pamplona
Für die Anreise von Pamplona nach Torres del Río führen die Wege über die Autobahn A-12 in Richtung Logroño und anschließend über die Straße NA-1110.
Weitere Orte im übergeordneten Zielgebiet
Weitere Orte im selben übergeordneten Zielgebiet sind Lizaso, Saragüeta, Galbarra, Mués, Tajonar, Oderitz und Basaburua.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.
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