Sesma zwischen Kirche, Esparto und Monte Ayuso
Unterkünfte in Sesma
Sesma steht für eine Verbindung aus sakraler Geschichte, handwerklicher Überlieferung und einer Landschaft, deren Formen deutlich von Erosion geprägt sind. Im Ort steht die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción. Sie geht auf einen frühgotischen Ursprungsbau zurück, der Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Ihr Hauptretabel wurde 1625 in Auftrag gegeben. Gegenüber der Kirche ist das Casa-Museo Pater Tomás Esteban gewidmet, einem jesuitischen Missionar und Märtyrer.
Sakrale Geschichte und handwerkliches Erbe
Ein weiterer Akzent liegt bei der Einsiedelei Nuestra Señora de Almuza. Sie ist ein frühgotischer Bau aus der Zeit um 1200 und befindet sich heute in ruinösem Zustand. Auf dem Hügel, auf dem die Einsiedelei steht, wurde eine archäologische Fundstätte mit Materialien gefunden, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Auch das historische Esparto-Handwerk gehört zur Ortsgeschichte: Sesma galt als der einzige Ort der Merindad de Estella mit dieser handwerklichen Tradition. Dazu gehörten das Sammeln von Albardín, das Zerkleinern und Verdrehen der Fasern zu Seilen sowie die Herstellung von Matten, Tragkörben, Satteltaschen, Säcken und landwirtschaftlichen Stricken. So reicht die historische Spur von sakralen Bauten über archäologische Materialien bis zu konkreten handwerklichen Arbeitsschritten.
Landschaft und die Route Monte Ayuso
Die Landschaft von Sesma besteht überwiegend aus Gips und Lehm. Erosion formte sie zu voneinander getrennten Höhenzügen und Tälern; darunter ragt die Peña Ezquerra hervor. Mehrere Bäche durchziehen Sesma und bilden Schluchten, die den größten Teil des Jahres trocken liegen, bei Unwettern jedoch reißende Wasser führen können.
Eine konkrete Route nimmt diese Landschaft als Ausgangspunkt: Die Rundroute Monte Ayuso beginnt in Sesma und führt über die Höhen des Monte Ayuso. Sie ist 14,30 km lang und weist 110 m Höhenunterschied auf. Von der Route aus bieten sich Ausblicke auf die ausgedehnten, steppenartigen Ebenen der Ribera von Navarra. Die Streckenlänge und der Höhenunterschied geben der Runde einen klar umrissenen Rahmen, während die Ausblicke den Blick über die unmittelbare Route hinaus in die Ribera von Navarra führen.
Feste, Essen und Esparto-Termine
Auch die Feste setzen eigene Zeitpunkte. Die Patronatsfeste von Sesma dauern sieben Tage und beginnen Ende August. Zu ihnen gehört die Pochada de Sesma, ein gemeinschaftliches Essen in der Calle de la Iglesia. Zum Karneval von Sesma gehören ein Kostümtreffen für Kinder, eine Schokoladenfeier für alle Kinder und die Verbrennung des Judas. Historisch wurde der Karneval von Sesma über 20 Jahre hinweg ein Wochenende früher als die übrigen Karnevals gefeiert. Die Feria de Artesparto findet in Sesma am letzten Sonntag im April oder am ersten Mai statt.
Weitere Orte: Ihabar, Abaurregaina, Torres Del Río, Esnoz, Salinas De Oro, Leitza, Meoz und Zilbeti.
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