Oricáin zwischen Flusslandschaft und Baugeschichte
Unterkünfte in Orikain
Oricáin verbindet Flusslandschaft, Wegegeschichte und Baukultur, ohne dass seine Besonderheiten auf ein einziges Erlebnis festgelegt werden müssen. Wenn Sie einen Ort mit konkreten historischen Spuren und einem klaren Bezug zum Wasser suchen, finden Sie hier mehrere Anknüpfungspunkte: am Fluss, an Brücken, in Sakralbauten und an Häusern mit erhaltenen Bauteilen.
Flusslandschaft und Wege
Oricáin liegt am linken Ufer des Flusses Ultzama unterhalb des 763 m hohen Berges Narbal. In Oricáin liegt außerdem die Playa Fluvial de Oricain-Ezcabarte, ein Flussstrand. Damit gehört das Wasser sichtbar zum Ortsbild.
Der Abschnitt Villava (Trinidad de Arre)–Oricáin der Route Pamplona–Oricáin ist 3,3 Kilometer lang. Daneben folgt ein gemeinsamer Weg für Fußgänger und Radfahrer dem Parque Fluvial del Río Ulzama und verbindet sich mit Oricáin. So stehen ein kurzer Routenabschnitt und ein gemeinsamer Weg am Fluss als unterschiedliche Wegbezüge nebeneinander.
Der Camino de Santiago Baztanés folgt einem alten Wegzweig, den einst Karawanen zwischen dem Hafen von Bayonne und Pamplona nutzten. Die historische Nutzung dieses Wegzweigs gibt dem Thema Wege eine eigene zeitliche Tiefe.
Kirche, Häuser und Ortsgeschichte
Oricáin war bis 1406 ein Lehen der Santa María de Roncesvalles. Im Ort bewahrt das Haus Juanotena die Reste eines Turms sowie mehrere Gebäudeteile und einen Weinkeller. Etwas abseits der Siedlung sind in Oricáin außerdem die Reste einer Burgruine erhalten.
Die Pfarrkirche Santiago el Mayor in Oricáin ist ein spätmittelalterlicher Bau mit einem einzigen Kirchenschiff und drei Jochen. Ihr Hauptaltaraufsatz ist ein Renaissancewerk des 16. Jahrhunderts mit plateresken Elementen. Die Seitenaltäre werden Pedro de Zabala zugeschrieben; sie sind im vignolesken griechisch-römischen Stil ausgeführt und auf etwa 1620 bis 1630 datiert.
Auch das Haus Oleta gehört zu den historischen Bauzeugen des Ortes. Es ist ein Haus des 18. Jahrhunderts; eine Inschrift an der Fassade nennt 1782 als Jahr seiner Errichtung.
Spuren am Fluss und Feste
Am linken Ufer des Flusses bei Oricáin sind die Reste eines alten hydraulischen Bauwerks erhalten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Wasserfassung für einen Ableitungskanal; dazu gehören zwei Mauern aus behauenen Steinen mit einer Füllung aus Kalkmörtelbeton. Am Fuß der mutmaßlichen Wasserfassung und im Flussbett bei Oricáin finden sich Spuren von Böden aus großen Steinplatten.
Oberhalb des Flussstrands von Oricáin gelegene Brücken ergänzen dieses Bild. Eine dort gelegene Steinbrücke wurde 1704 erbaut. Sie bewahrt am rechten Ufer einen halbkreisförmigen Bogen; die übrigen Bögen dieser Brücke wurden durch vier gerade Spannfelder aus Betonplatten und Betonträgern ersetzt.
In Oricáin finden am 26. Dezember und am 25. Juli, dem Festtag des heiligen Jakob, Feste statt.
Weitere Ziele
Weitere Orte zur Auswahl: Ardaitz, Igantzi, Azkarate, Arguedas, Luzaide / Valcarlos, Marcilla, Azcona und Betelu.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.