Beriáin: Kirche, Nekropole und La Balsa de la Morea
Unterkünfte in Beriáin
Kultur und Geschichte
Beriáin zeigt seine kulturelle Geschichte besonders an der Pfarrkirche San Martín. Der Sakralbau mittelalterlichen Ursprungs wurde im 16. Jahrhundert im spätgotischen Stil umfassend umgestaltet und erhielt dadurch seine heutige Gestalt. Zum Kirchenraum gehört das Hauptretabel von Martín de Echeverría, das in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand. Der örtlichen Überlieferung zufolge wurde die Pfarrkirche am Vorabend der Weihe der Kathedrale von Pamplona von drei Bischöfen geweiht. San Martín verbindet damit Baugeschichte, Ausstattung und lokale Überlieferung an einem konkreten Ort. Zusammen mit der Nekropole von San Esteban reicht der Blick von sakraler Architektur bis zur mittelalterlichen Bestattungsgeschichte.
Archäologie und Erinnerung
Zur Archäologie von Beriáin gehört die Nekropole von San Esteban. Sie wurde hauptsächlich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert genutzt; in der mittelalterlichen Nekropole wurden 330 Gräber gefunden. Von der archäologischen Stätte von San Esteban ist nur ein Überrest aus drei Gräbern erhalten. Der Parque de la Memoria de Beriain ist öffentlich zugänglich. Beherrscht wird er von der großen Skulptur Cielo de tierra von Ramón Llamas, die allen Opfern der Gewalt des Francoismus gewidmet ist. In Beriáin stehen damit die Nekropole von San Esteban und der Parque de la Memoria de Beriain für mittelalterliche Bestattungsgeschichte und die Erinnerung an die Gewalt des Francoismus.
Wasserbau und Ortsgeschichte
Auch der Wasserbau gehört zu den konkreten Ortsmotiven. Die Caseta de decantación und die ersten Abschnitte des Aquädukts von Noáin gehören in Beriáin zu den schützenswerten historischen, künstlerischen oder umweltbezogenen Gebäuden und Elementen. Die Wasserleitung des Aquädukts verlief unterirdisch durch Beriáin; ihr Verlauf war durch Arcas gekennzeichnet. Einen weiteren kirchlichen Bezug bildet die Kirche Santo Cristo del Perdón: Sie wurde um 1963 von der Empresa «Potasas de Navarra, S.A.» errichtet, um den geistlichen Bedürfnissen ihres Personals zu dienen. Aquädukt und Kirche stehen für unterschiedliche Entstehungszusammenhänge im Ort: Hier treffen Wasserbau, kommunale Ortsgeschichte und die Geschichte eines Unternehmens aufeinander.
Weitere Orte derselben Destination sind Corella, Arraioz, Adiós, Egüés, Arribe, Legarda, Lerate und Abaurregaina.
Natur und Freizeit
Natur und Bewegung zeigen sich in Beriáin an der La Balsa de la Morea. Die La Balsa de la Morea ist ein Feuchtgebiet in Navarra. Entlang ihres Ufers verläuft ein 1,5 Kilometer langer Weg, der sich zum Spazierengehen eignet. An der La Balsa de la Morea sind Baden und Schwimmen als Freizeitaktivitäten möglich. Der Uferweg, das Baden und das Schwimmen verbinden an der La Balsa de la Morea Bewegung und Aufenthalt am Wasser, ohne dass diese Freizeitmöglichkeiten dasselbe voraussetzen. Damit ergänzt der landschaftliche Ort die historischen Schauplätze um einen naturnahen Abschnitt.
Lokale Tradition
Am 1. November findet die Txinurri-Tradition statt. Nach der Hauptmesse ziehen Kinder durch die Straßen der Altstadt und bitten darum, Kastanien zu bekommen.
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